Balsthal

Winterkonzert der Musikgesellschaft Konkordia mit einem Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern

megaphoneLeserbeitrag aus BalsthalBalsthal
Die MG Konkordia Balsthal konzertierte erstmals unter der Leitung von Wolfgang Nussbaumer in der Reformierten Kirche.

Foto von Stefanie Linder

Die MG Konkordia Balsthal konzertierte erstmals unter der Leitung von Wolfgang Nussbaumer in der Reformierten Kirche.

Trommelschläge, die den Rhythmus vorgaben, einsetzende Bässe, gefolgt von imposanten Klängen von Hörnern und Trompeten. So eröffnete die Musikgesellschaft Konkordia Balsthal furios mit dem Werk "Trompets of Jericho" von Enrique Crespo das diesjährige Winterkonzert in der Reformierten Kirche in Balsthal. "Die immer wieder erschallenden Fanfaren in den Trompeten und Hörnern brachen laut Bibel nach sieben Tagen die Stadtmauern von Jericho zum Einsturz. Wir gehen davon aus, dass unsere Kirchenmauern dies heute aushalten werden", bemerkte Celina Grolimund (Fulenbach), die mit fundierten Kommentaren zu den Kompositionen in frischer und natürlicher Art durch das Konzertprogramm führte. Das Programm wurde zum ersten Mal nicht von der Musikkommission des Blasorchesters zusammengestellt, sondern vom Projektdirigenten Wolfgang Nussbaumer (Mümliswil). Nach 18 Jahren als Direktor der MG Konkordia Balsthal legte Hans Burkhalter (Zuchwil) den Dirigentenstab im Frühsommer dieses Jahres nieder und die Vorbereitung auf das Winterkonzert leitete Wolfgang Nussbaumer. Es folgte die leichte, lyrische Komposition "A childhood remembered" von Rossano Galante. Verspielte, melodische Linien, durchsetzt mit lyrischeren, üppigeren Klängen, führten das Publikum in der vollbesetzten und von der Akustik her für Blasmusik geeigneten Reformierten Kirche in die einfache Zeit der eigenen Kindheit zurück.

Das Highlight des Konzertprogrammes

Zu einem Highlight des Konzertprogrammes gedieh "Hymn to the sun" des jungen, japanischen Komponisten Satoshi Yagisawa. Das Konzertstück brachte die Natur und das Leben mit Leid, Freude und Kampf musikalisch zum Ausdruck. Auch beschrieb das für das Blasorchester sehr anspruchsvolle und klangvolle Wechselspiel über alle Register wie Phönix aus der Asche des Feuers entsteigt. Dazwischen ertönten Stimmen, die gesanglich einen Sonnenaufgang beschrieben. Das Harmonie-Blasorchester vermochte mit diesem aussergewöhnlichen Werk das Publikum zu begeistern und langanhaltender Applaus war der Dank für die grandiose Leistung der MG Konkordia. Mystisch und geheimnisvoll erklang die wunderschöne, gefühlvolle Melodie "O Magnum Mysterium" von Morten Lauridsen. "Wenn Sie zu diesem Stück die Augen schliessen, werden Sie sich wie im siebten Himmel fühlen", wurde im Konzertprogramm hingewiesen und so war es auch. "Metro Gnome" wurde von Derek Bourgeois in nur einer Nacht komponiert. "Hätte die MG Konkordia es auch geschafft, dieses unkonventionelle Werk in nur einer Nacht einzustudieren?", fragte die Moderatorin Celina Grolimund keck. Mit "Cast away" von Alan Silvestri erklang Filmmusik. Der Film "Cast away- Verschollen" erzählt die Geschichte eines Mannes, der nach einem Flugzeugabsturz als einziger Überlebender auf einer einsamen Insel landet. Zum Abschluss erklang "Leichte Kavallerie" von Franz von Suppé. Diese Komposition, die auch ungarische Elemente der Musik einbrachte, beinhaltete alles, um ein Konzert würdig und klangvoll abzuschliessen. Es war wie ein vorgezogenes Neujahrskonzert-Stück à la Wiener Philharmoniker. Der lang anhaltende Applaus des begeisterten Publikums bewies, dass das abwechslungsreiche und entspannende Winterkonzert gefiel und die Leistung der MG Konkordia war hervorragend. Präsident Marcel Heutschi zeigte sich sehr erfreut über das grosse Interesse am Konzert und dankte dem Dirigenten Wolfgang Nussbaumer für die Vorbereitung des Konzertes mit vielen Facetten und die Begleitung auf dem Weg zu neuen musikalischen Ufern.

Rudolf Schnyder

Meistgesehen

Artboard 1