Beim Radfahren lernt man ein Land am besten kennen, weil man dessen Hügel empor schwitzt und sie dann wieder hinuntersaust.“ (Ernest Hemingway)

Velofahren unterstützt Integration

Viele in der Schweiz lebende Migrantinnen können schlecht oder gar nicht Velofahren und kennen die Verkehrsregeln nicht. Daher bewegen sich Migrantinnen in der Schweiz oft nur zu Fuss, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder selten mit dem Auto, was teuer ist und die Betroffenen in ihrer Bewegungsfreiheit und ihren Integrationsbemühungen einschränkt. Damit die Migrantinnen die Möglichkeit haben, das Velofahren zu erlernen und dadurch in ihren Integrationsbemühungen unterstützt werden, organisierten das Alte Spital Solothurn, der Regionalverband Pro-Velo Solothurn und so!mobil einen Velofahrkurs für Frauen mit Migrationshintergrund. Die Genossenschaft regiomech Zuchwil stellte für den Kurs ihr Gelände zur Verfügung. Dank dem Beitrag aus dem Bettagsfranken, konnte das Projekt im März/April 2016 umgesetzt werden.

Den Stahlesel gezähmt

Zwölf Frauen aus Eritrea, Sri Lanka, Syrien und Somalia, welche in der Region Solothurn wohnhaft sind, nahmen am Velofahrkurs teil. Dank ihrer Motivation und ihrem Ehrgeiz sowie dem Engagement der neun freiwilligen Helferinnen und den fachkundigen Leitern und Koordinatorinnen, lernten die Kursteilnehmerinnen innerhalb der sechs Kurseinheiten, wie man sich auf dem Stahlesel fortbewegt. Sechs Kursteilnehmerinnen trauten sich mit Begleitung der Verkehrsinstruktion der Polizei Stadt Solothurn sogar auf die öffentlichen Strassen und erreichten die Verkerhssicherheit. Sie werden das Velo von nun an für ihre Einkäufe, den Weg zur Arbeit oder um die Umgebung zu erkunden nutzen.

Freude und ein Stück Freiheit

Die Frauen hatten die Gelegenheit direkt am Kurs ein kostengünstiges Velo zu erstehen um das Erlernte weiter üben zu können. Alle Kursteilnehmenden waren sich bei Kursabschluss einig, weiterhin an ihren Velofahrkünsten zu arbeiten und dass das Velofahren ihnen Freude und ein Stück Freiheit schenkt.