Je längers je mehr sieht man, dass es um strategische Ziele der Amerikaner geht, mit im Schleptau die EU. Sie unterstützt ein Regime welches, wenn es nach den Richtlinien der EU geht, eher zu boykottieren als zu unterstützen ist. Wie falsch der Westen ist sieht man schon daran. Als auf dem Maidan viele Demonstrantinnen und Demonstranten durch gezielte Schüsse ums leben kamen, da war die Empörung berechtigt, es bedeutete auch das Ende von Janukowitsch. Als in Odessa bei einer Gewerkschaftsdemonstration im Gewerkschaftshaus viele Menschen auf grausame Weise sterben mussten, hatte der Westen nur ein zurückhaltendes Bedauern als Reaktion übrig. Das ganze erinnert an den russisch-georgischen Krieg von 2008, wo die Amerikaner nicht direkt eingriffen. Sie gaben den in grosser Zahl nach Georgien entsandten israelischen Militärberatern Rückendeckung. Es waren bis zu Tausend diskret Entsandte. Die Lage war falsch eingeschätzt worden. Beim sich anbahnenden Fiasko der Georgischen Armee gegen die russischen Truppen, galt es die israelischen Militärberater aus der Schusslinie zu nehmen und sie so rasch wie möglich aus Georgien abzuziehen. Nun zurück zur Ukraine. Da die ukrainische Regierung den Konflikt nicht mehr militärisch gewinnen kann, bringt sie Vorschläge auf den Tisch, die Russland von Anfang an erhoben hatte. Die sie damals, vom Westen durch Solidaritätsbekundungen ermuntert, zunächst ablehnte. Der Westen täte gut daran mal zu überlegen, wie viele Verträge er schon gebrochen hat mit Russland.  Zum Beispiel die Zusagen, die im Zuge der deutschen Einheit der Sowjetunion gemacht worden sind. Dass es keine Nato-Osterweiterung geben sollte, wurde gebrochen. Man muss sich auch fragen, ob der Westen, Russland zu einer Invasion provozieren will. Dass Putin ein Machtmensch ist und auch seine schlechten Seiten hat ist klar doch ist er damit nicht alleine auf dieser Welt. Andere Putins oder Putines gibt es noch viele, sei es in der Ukraine, in der EU oder sonst wo.