Däniken

Theater-Lüüt Däniken erforschen L'ermitage de la Madeleine

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Was gibt es schöneres als an einem strahlendem vorherbstlichen morgen, hoch über der Berner Altstadt, im Rosengarten, einen Kaffee zu geniessen und zu rätseln wo die Fahrt ins Blaue hinführt. Schon bald wurde erkannt dass es Richtung Freiburg geht, also zum oder über den Röstigraben!? Den Begriff, Röstigraben, gibt es noch nicht lange. Er ist in den 1970er-Jahren in den Medien aufgetaucht. Ein Graben, der die lateinische Schweiz von der Deutschschweiz trennen soll. Als ob in der lateinischen Schweiz keine Rösti gegessen würde! Doch das Reiseziel war Punktgenau auf der Grenze des Röstigrabens. Nahe dem imposanten Saane-Viadukt, die Einsiedelei Magdalena, eingegraben in den Felswänden, über dem Schiffenen-Stausee. Ein wahrhaft idyllischer Ort. Jean Claude Mauron, wusste einiges zu berichten in seinem lupenreinen Freiburger Dialekt. Die Einsiedelei in Räsch bei Düdingen, besteht aus verschiedenen Räumen mit einer Gesamtlänge von hundert zwanzig Meter. Bereits 1448 wird eine Einsiedlerwohnung erwähnt. Ab 1609 ist der "Waldbruder zu Sankt Marien Magdalenen" aktenkundig. Zur Gestaltung der Raumflucht haben vor allem die Einsiedler Johann Dupré und Johann Liecht in den Jahren zwischen 1680 und 1708 beigetragen. Die Besucher bewegen sich also auf versteinerten wellenartigen Sanddünen, die vom Vorhandensein eines Meeres in Freiburg vor über 20 Millionen Jahren zeugen. Während den Grabarbeiten zur Errichtung der Einsiedelei im 17. Jahrhundert hat die natürliche Erosion ursprüngliche Sandstrukturen wieder zum Vorschein gebracht. Die Lokalität wurde zu einem Geotop erklärt und ist erdgeschichtlich schützenswert. Eigentümerin ist die Pfarrei in Düdingen. Um die Einsiedelei vor einem Einsturz zu bewahren, hat die Pfarrei in den Jahren 2005/06 umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Eine Geschichte die die Theater-Lüüt zu beeindrucken wusste. Die Einsiedelei wäre eine perfekte Bühne für ein Freilichttheater, natürlich dürfte die entsprechende Zuschauer-Tribüne auf dem Schiffenen-Stausee nicht fehlen! Träumen darf man ja als Theaterspieler! Im Städtchen Twann, in einer Lauschigen Laube, bedeckt mit einem hundertjährigen Rebenstock, wurde mit einem feinen Rebensaft angestossen, auf eine erlebnisreiche, gemütliche und perfekt organisierte Vereinsreise des Präsidenten. Mit etwas Wehmut wie unsere vorgesehene Theatersaison 2021 aussehen wird, infolge Covid 19, kehrten wir ins noch nebelfreie sonnige Niederamt zurück.

Irene Aeschbach

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