Welch abenteuerliches Spektakel, an einem sehr heissen Tag in die Kühle einer Schlucht abzutauchen! Schon die Anfahrt mit dem Schluchtenbus ist Abenteuer pur. Die Expedition der Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden (www.vfhk.ch) führte die Teilnehmenden nach den Mittagessen im wunderschön restaurierten Speisesaal des Alten Bad Pfäfers zur mystischen Thermalwasser-Quellenschlucht. Der abenteuerliche Weg, dem Fels der tosenden und wilden Tamina entlang, führt zur Quellwassergrotte, wo das Wasser 36.5° dem Fels entspringt. Die steilen Felswände berühren sich beinahe und lassen kaum Tageslicht bis zum Grund. Unvorstellbar, atemberaubend, dass ums Jahr 1350 Patienten von oben an Seilwinden oder in Körben über 70 m in die tiefe Schlucht hinuntergelassen wurden, wo sie während mehreren Tagen und Nächten im warmen Wasser verweilten und auf Genesung ihrer Gebresten hofften.

Genauso eindrücklich und an wildromantischer Lage, fast beim Eingang zur Taminaschlucht gelegen, das wunderbar restaurierte Alte Bad Pfäfers, der älteste erhaltene barocke Bäderbau der Schweiz. Besichtigt werden können die Küche mit dem imposanten Kochherd, das Fürstenzimmer, einige Schlaf-und Wohnzimmer, der Original-Dachboden, die Einzelbäder, die neugotische Kapelle der heiligen Magdalena sowie das Museum der Badgeschichte.

In Pfäfers, im ehemaligen Benediktiner-Kloster (heute eine psychiatrische Klinik) hat uns Rudolf Good durch einen Teil des früheren Klosters, die frühgotische Klosterkirche, die Katakombe mit den Mönchs- und Aebtegräbern sowie den Konventsaal, früher Refektorium, mit eindrücklicher Kassettendecke aus Nussbaum geführt. Imposant die sicher 150 Jahre alte Blutbuche vor dem alten Klostereingang.

Obmann Christof Neumann hat diese sehr eindrückliche Exkursion organisiert und geleitet. Herzlichen Dank.

Die Berichterstatterin Vrena Moritzi Schmid