Muri (AG)

SVP Generalversammlung stimmte allen Traktanden zu

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Erwin Stöckli, David Meier, Präsident Roman Roth, Daniel Krucker (v.l.n.r.)

Neugewählte und abtretende Vorstandsmitglieder mit Präsident Roman Roth

Erwin Stöckli, David Meier, Präsident Roman Roth, Daniel Krucker (v.l.n.r.)

(WR) Am Donnerstag 13. Juni, hatte der Vorstand der SVP Ortspartei Muri, Mitglieder, Interessierte und Sympathisanten, zur General- und Parteiversammlung ins Hotel Ochsen in Muri eingeladen.

Speditiv führte Präsident Roman Roth durch die ordentlichen Traktanden. Das Protokoll der letzten GV, der Jahresbericht, die Jahresrechnung und der Revisorenbericht wurden einstimmig genehmigt und somit dem Vorstand Dechargé erteilt.

Nach den Rücktritten von Daniel Krucker und dem ehemaligen und langjährigen Gründungspräsidenten Albin Stierli aus dem Vorstand, deren Wirken von Roman Roth gebührend gewürdigt wurde, verabschiedete Roman Roth Daniel Krucker mit einer Biographie von Toni Brunner -samt persönlicher Widmung und zwei Flaschen Murianer Wein. Albin Stierli musste leider aus gesundheitlichen Gründen der Versammlung fernbleiben; die Generalversammlung kam aber der Aufforderung des Präsidenten, sich mit einem tosenden Applaus für seine Verdienste zu bedanken und rasche und gute Genesung zu wünschen, gerne nach.

Der gesamte, verbleibende Vorstand wurde in seinen Funktionen für zwei weitere Jahre bestätigt, das heisst: Roman Roth als Präsident, Walter Ruf als Aktuar, Manuela Meier als Kassier und als Mitglieder des Vorstands Dominik Holderegger, Herbert Meier und Milly Stöckli.

Als Ersatz für die zwei zurückgetretenen Mitglieder des Vorstands, konnten aus dem erweiterten Vorstand die zwei bestbekannten David Meier und Erwin Stöckli gewonnen werden; sie wurden von Tagespräsident Daniel Krucker der Generalversammlung vorgestellt und zur Wahl empfohlen -auch sie wurden einstimmig gewählt.

                     Diskussion über Themenbereiche mit vermehrtem Engagement

Nach dem Abschluss der ordentlichen Traktanden der Generalversammlung, ging Präsident Roman Roth dazu über, mit den anwesenden Mitgliedern zu diskutieren, für welche Anliegen und Themen sich die SVP Ortspartei Muri zukünftig stärker engagieren sollte. Dabei kristallisierte sich heraus, dass das Thema «Verkehr» sehr stark bewegt. Ein Teilnehmer erwähnte, dass er vor halb neun Uhr morgens nicht ins Dorf gehe -um der «Rush – hour» zu entgehen -ein bekanntes Problem, dass zu Stosszeiten der Verkehr in Muri stockt. Hier sollten alle nach anderen Lösungen für sich suchen und am besten auf andere Verkehrsmittel ausweichen… In diesem Zusammenhang monierte ein anderer Teilnehmer, dass durch die Belastung der Hauptverkehrsachsen, die Bewohner von gewissen Quartieren unter dem daraus entstehenden Schleichverkehr litten, der sogar auch noch zunehmend sei. Die Schlussfolgerung daraus lautet, dass auf den Hauptachsen der Verkehr fliessen muss, die Quartiere aber ruhigzuhalten seien.

Die «Verstädterung» war ebenfalls ein Thema: die Besucher sind sich einig, dass der bedeutende Zuzug in die fertiggestellten Liegenschaften ein gewisses Problem darstellt. «Man will zwar nicht mehr in der Stadt wohnen, sich aber auch für eine (Wohn-)Gemeinde oder einen Verein nicht einsetzen». Muri soll sich aber auf jeden Fall nicht zu einem «Schlafdorf» entwickeln. Vereine aller Art sollten auch den geänderten Ausgehgewohnheiten Rechnung tragen, aktiv auf Leute zugehen und so den Fortbestand sichern können. Klar ist, dass Zuwanderung und Verkehr / Umweltschutz eng miteinander vernetzt sind.

Nach diesem engagiert geführten Austausch, konnten sich die Teilnehmer der Generalversammlung auf einen feinen Imbiss freuen, bei dem munter weiterdiskutiert werden konnte.

Themenbehandlung der Gemeindeversammlung

Nach dieser Stärkung, ging man unter der Ägide von Gemeinderätin und Vizeammann Milly Stöckli dazu über, die Traktanden der bevorstehenden Gemeindeversammlung vom 27. Juni 2019 zu behandeln. Die ersten Punkte gaben keinen Anlass zu Diskussionen, dies änderte sich aber beim «Verpflichtungskredit Unterflurcontainer (UFC)». Bisher wurden die Bauherren neuer, grosser Überbauungen verpflichtet, solche «UFC» zu installieren. Der grosse Vorteil ist die füllstandsabhängige Leerung dieser im Boden versenkten Container und die daraus resultierende, geringere Geruchsbildung. Ebenfalls kann gegenüber einer Strassensammlung am Abfuhrtag, der Abfall jederzeit entsorgt werden -es ist also eine effizientere und gezieltere Abfuhr möglich, mit geringeren Emissionen und ohne Wendemanöver der Fahrzeuge. Nutzungs- und Abschreibungsdauer sind auf zehn Jahre festgelegt, erfahrungsgemäss kann aber von einer Nutzungsdauer von 15 – 20 Jahren ausgegangen werden.

Bei einigen der anwesenden Teilnehmer war die Skepsis gross, was das Abfuhrverfahren an sich und die Rentabilität anbelangte. Milly Stöckli konnte diese Zweifel teilweise damit zerstreuen, dass im ersten Schritt eben nur die grossen Überbauungen mit «UFC» ausgerüstet würden. Damit würden Erfahrungen in Muri gesammelt, die in eine allfällige, weitere Planung bei der quartierweisen Ausrüstung einfliessen würden. Im ersten Moment stelle dieses Abfuhrverfahren auch ein Nullsummenspiel dar, erst bei einer Bestückung des gesamten Baugebietes, rechne man mit einer Kosteneinsparung von 20%. Scheinbar ist es auch so, dass für die Kehrichtabfuhr auch nicht mehr so einfach Personal gefunden werden kann. Beim «UFC» - Verfahren ist nur noch eine Person für die Bedienung des Hebekranes zur Leerung erforderlich.

Die Generalversammlung stimmte dem Verpflichtungskredit «Unterflurcontainer» mit Fragezeichen grossmehrheitlich zu; bei weiteren Bauten von grossen Liegenschaften, sollten aber mit der Baubewilligung von Anfang an die Installation von «UFC» von den Bauherren gefordert werden.

Ebenfalls diskutiert wurde das Traktandum «Verpflichtungskredit Sanierung und Ausbau ARA Muri». Milly Stöckli erläuterte die ganze, vorgängige Entscheidungsfindung, die auch in der Fachkommission «Energie, Umwelt und Mobilität», sowie der «Abteilung Bau und Planung» aufbereitet und besprochen wurde. Die bisherigen Projekte von Zusammenschluss mit anderen Zweckverbänden der Abwasseraufbereitung zerschlugen sich teilweise auf Grund ihrer Komplexität, der Kosten oder durch anders gefällte Entscheide der beteiligten Gemeinden. Die Bünz als Vorfluter, fällt inskünftig durch den zu niedrigen Wasserstand aus. Der Ableitung des geklärten Abwassers in den grösseren Vorfluter Reuss stand entgegen, dass weiterhin der Betrag von neun Franken pro Einwohner und Jahr in den Fonds des Bundes hätte entrichtet werden müssen, aus dem der Bau der «Mikroverunreinigungs – Anlagen» (MV – Anlagen) subventioniert wird, sowie, dass durch den Bau eines Ableitungsrohres, sehr langwierige Verhandlungen mit Landbesitzern bezüglich des Landerwerbes für die Durchleitung auf die Gemeinde Muri zugekommen wäre. Zudem ist diese «Lösung» absolut nicht nachhaltig, da die Konzentration von Mikroplastik einfach durch die höhere Verdünnung in einem grösseren Vorfluter gesenkt wird. Die Generalversammlung sprach sich aus folgenden Gründen aber einstimmig für eine nachhaltige Lösung aus: dass die Gestehungskosten niedriger -die zu erwartenden Bundesbeiträge aber höher ausfallen werden, als erwartet; dass die Einzahlung in  den Fonds des Bundes im Betrag von neun Franken pro Einwohner und Jahr gespart, beziehungsweise an die Unterhaltskosten der Anlage verwendet werden kann und zu guter Letzt spielte es auch eine Rolle, dass dadurch der «Bünz» bei den heute teilweise vorherrschenden Witterungsbedingungen, wichtiges Restwasser nicht entzogen wird.

Nach diesem engagierten Austausch konnte Präsident Roman Roth die diesjährige Generalsversammlung der SVP Ortspartei Muri schliessen, dankte allen Teilnehmern für die rege Diskussion und wünschte allen eine gute Zeit und gute Heimkehr.

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