Robert Gerber wurde am 26. Februar 1953  in Boltigen geboren, welches sich im Kanton Bern befindet. Mit dem Kanton Bern verbindet er starke Wurzeln. Doch seit 20 Jahren wohnt er nun in Grenchen. Deswegen  sieht er Grenchen auch als seine Heimat. Herrn Gerbers Leben ist sehr facettenreich. Er hat in jungen Jahren den Beruf Landwirt ausgeübt. Später besuchte er die Bergbauernschule Hondrich. Im Militär gewann er den Grad eines Oberstleutnants. Auch in politischer Hinsicht war er aktiv tätig. Er wurde in den Kantonsrat gewählt und hielt die Stellung 2 Jahre. 1989 wählte ihn der Gemeinderat von Grenchen zum Kommandant-Stellvertreter der Stadtpolizei Grenchen. Am 1. Juli 1994 war es so weit: Er übernahm das Polizeikorps als Kommandant.

Herr Gerber ist auch ein engagierter Christ. Seit 2002 vertritt er die Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach in der Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Heute ist er deren Präsident. Die Synode ist das 200-köpfige Kirchenparlament, welches sich zweimal jährlich im Berner Rathaus zu einer zweitägigen Session trifft. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sind mit über 600‘000 Mitgliedern die grösste Landeskirche der Schweiz.

Nun fragt man sich, wie das funktioniert, in einer Hand die Waffe in der anderen die Bibel. Doch hält man sich an die zehn Gebote, bekommt man mit keiner der Seiten Schwierigkeiten, sagte Herr Gerber gegenüber einem Interviewer.

Als Polizeikommandant wird man jeden Tag mit dem Bösen in Verbindung gesetzt. Auch bleibt das Negative mehr hängen und das Gute wird als Selbstverständigkeit angesehen. Herr Gerber sagt, dass man sich zwingen soll, das Gute zu sehen. Was ihm doch sehr zu schaffen machte, ist der sogenannte 3-fache Schenkkreismord, welcher in Grenchen begangen worden ist. Auch, dass durch diesen Mord Grenchen, welcher er als seine Heimatstadt beschreibt, dadurch einen schlechten Ruf bekommen hat. Grenchen ist statistisch gesehen, die sicherste Stadt im Kanton Solothurn.

Nun geht der Polizeikommandant mit Erreichen des 63. Altersjahrs ein Jahr vorzeitig in Pension. Er nimmt sehr viel aus seiner Erfahrung als Polizeikommandant mit und wird seine Berufung vermissen. Doch es ist der ideale Zeitpunkt, da keine dringenden Probleme anstehen. Der Grund, dass er in eine frühzeitige Pension geht ist, dass er mehr Zeit für seine Familie haben möchte. Wir danken ihm für seine Dienste und gönnen ihm die Zeit mit seinen Liebsten.