Bei der «Sommergmeind» der reformierten Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof, die erstmals von der neuen Präsidentin Margrit Wahrstätter geleitet wurde, wurde die Rechnung genehmigt, ein neuer Kirchenpfleger gewählt und ausführlich über die laufende Evaluation zu den Immobilien berichtet.
68 Stimmberechtigte und einige Gäste fanden am Dienstag, 25. Juni 2019, den Weg ins Kirchgemeindehaus in Wettingen zur anstehenden Kirchgemeindeversammlung. Nach dem musikalischen Auftakt durch das «Silberhorn-Duo» mit seinen Alphornklängen wandte sich die Versammlung den traktandierten Geschäften zu.
Die Rechnung 2018, die nach fünf Jahren rückläufiger Steuereinnahmen einen leichten Anstieg verzeichnen konnte, schloss mit einem erfreulichen Überschuss von gut 140'000.- Franken bei einem Gesamtaufwand von 2'529'646.09 Franken ab. Der Überschuss, so der verantwortliche Kirchenpfleger Peter Müri, sei insbesondere den gestiegenen Einnahmen zu verdanken, wie sie Bund, Kanton und viele Gemeinden im 2018 ebenfalls zu verzeichnen haben. Aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flocht er ein Kränzchen für ihren kostenbewussten Umgang mit den Steuergeldern.
Für die zurückgetretene, über 8 Jahre amtierende Kirchenpflegerin Regula Gysel Oderbolz wurde André Widmer bis zum Ende Amtsperiode in die Kirchenpflege gewählt, so dass ein nahtloser Übergang gewährleistet ist und alle neun ehrenamtlichen Kirchenpflegesitze auch weiterhin besetzt sind.
Auf Interesse stiessen auch die Ausführungen des Präsidenten der Immobilienkommission, Pfr. Lutz Fischer-Lamprecht, zu den bisher unternommenen Schritten im Blick auf die Liegenschaften der Kirchgemeinde. Nach dem die Kirchgemeindeversammlung im Herbst 2017 einen Kredit über 100'000.- Franken gesprochen hatte, um die vorhandenen Gebäude unter die Lupe zu nehmen und eine zukunftsfähige Immobilienstrategie zu entwickeln, wurde bereits viel Zeit und Arbeit investiert. Die Bestandsaufnahme und Analyse der Gebäude sei erfolgt und der Raumbedarf eruiert, so Fischer-Lamprecht. Nun sei die «Fachgruppe Bauten» daran, ein Gebäudekonzept zu entwickeln, das – so ihr Auftrag – auch die Finanzen im Blick hat. Ohne irgendwelche Vorbedingungen wurden bisher alle Optionen offengehalten, was Erneuerung, Umnutzung, Abbruch, Ersatzneubauten und den Verkauf von Liegenschaften oder Grundstücken betrifft. Nach Gesprächen mit den Gemeinden Neuenhof und Wettingen, um ein allfälliges öffentliches Interesse an den in der öffentlichen Zone liegenden Areale abzuklären, hat die «Fachgruppe Bauten» bzw. die Kirchenpflege zwei Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben – je eine für das Areal des Kirchgemeindehauses Neuenhof und Wettingen. In Wettingen wird sich die Einwohnergemeinde an der Machbarkeitsstudie beteiligen, da das Areal günstig zum Schulhaus Altenburg liegt, für das ein höherer Raumbedarf nachgewiesen ist. Bei der anschliessenden Fragerunde kam auch die Frage auf, ob die Kirchenpflege schon über allfällige Fusionen beraten habe.
Zum Abschluss berichtete der Synodale Roger Vogler von der Sommersynode in Aarau. Anschliessend lud die Präsidentin Margrit Wahrstätter zu einem Apéro, bei dem angeregt weiter diskutiert wurde.