Die Osterweiterung der Piste des Flughafens Grenchen hat einen wahren Aufstand verursacht. Viele Gegner argumentieren, der Fluglärm sei untragbar. Ebenfalls erwähnt wird Altreu als Storchendorf.

Einflüsse auf das Storchendorf

Kritiker befürchten, dass aufgrund der Pistenverlängerung die Störche aus Altreu gestört werden. Wäre dies ein schlagkräftiges Argument, so müssten weltweit an keinem Flughafen mehr Vogelschutzanlagen installiert werden, welche Flugzeuge vor Vogelschlägen schützen. Es gibt Flughäfen (u. a. Nizza – Starplage), welche an Vogelplagen leiden. Sollten sich die Vögel durch den Lärm von Flugzeugen, welche durch Weiterentwicklung übrigens immer leiser werden, gestört fühlen, so flögen diese bestimmt nicht in der Nähe von Flughäfen herum. Anscheinend sind Vögel weniger empfindlich als viele Menschen.

Zunahme der Flugbewegungen

Eine Rechtfertigung der Gegner ist ebenfalls die Zunahme der Flugbewegungen am Flughafen Grenchen. Laut dem Masterplan 2020 sollen täglich 25 Flugzeuge mehr den Flughafen Grenchen ansteuern als bisher. Bei Betriebszeiten von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr beträgt die Zunahme der Flugbewegungen aufgerundet 2 Überflüge pro Stunde.

2014 betrug die Anzahl Flugbewegungen am Flughafen Grenchen 16.7 pro Stunde. Statt alle 3,59 Minuten (215 Sekunden) würde also alle 3,22 Minuten (193 Sekunden) eine Flugbewegung stattfinden. Kein Pistenverlängerungsgegner kann ernsthaft behaupten, dass diese 22 Sekunden längere Überflugspause ihm eine ausserordentlich grosse Erholung vom Fluglärm bieten könnte. Kein Vogel wird tot umfallen, nur weil seine Lärmruhepausen um 22 Sekunden gekürzt werden.

Die regionale Wirtschaft unterstützen

Die Region rund um Grenchen ist wirtschaftlich sehr stark gestellt. Viele Unternehmen unterhalten hier Zweigstellen oder haben die Gegend als Standort für ihren Hauptsitz gewählt. Es ist extrem wichtig, dass Konzerne in der heutigen Zeit mobil bleiben. Geschäftsreisen gehören für Kaderangestellte zum beruflichen Alltag. Es ist kein sinnvoller, zukunftsorientierter Grund dafür vorhanden, diesen Geschäftsleuten ihre Arbeit zu erschweren. Oftmals werden Geschäftsreisen von Personen getätigt, welche einen grossen Einfluss auf die Firmenpolitik der einzelnen Unternehmungen besitzen.

Das Beispiel Mondaine zeigt, dass Mobilität eine sehr grosse Rolle spielen kann. Aufgrund der schlechten Verkehrssituation rund um den Geschäftssitz in Zürich ist dieser kurzerhand nach Pfäffikon im Kanton Schwyz verlegt worden. Wieso sollte eine schlechte Flugverkehrssituation rund um Grenchen in Kauf genommen werden? Unzählige Arbeitsplätze in der Region bestehen aufgrund Grossunternehmungen und grösseren KMUs welche hier ansässig sind. Viele Vorgesetzte dieser Firmen sind regelmässig mit Businessjets unterwegs. Heutzutage werden diesen viele Steine in den Weg gelegt. Einige Flugzeuge dürfen den Flughafen Grenchen nur mit tiefer Tankfüllung und kleinem Gepäckbestand anfliegen. Dieses Problem wird durch eine Pistenverlängerung in Grenchen behoben.

Ebenfalls können durch die Pistenverlängerung langfristig Sicherheitsgesetze eingehalten werden. Die Swiss kann weiterhin Piloten ausbilden.

Deshalb liegt die Schlussfolgerung nahe, dass einer Pistenverlängerung in Richtung Osten zugestimmt werden sollte. Denken Sie zukunftsorientiert.