Büren an der Aare

Pilzverein Schlieren - Vortragsabend

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Vorsicht Giftpilz!

Vorsicht Giftpilz!

Xaver Schmid, der Schweizer Kontrolleur für jegliche Art von Handelspilzen, ließ die Vereinsmitglieder des Schlierener Pilzvereins an seinen Erfahrungen in China teilhaben.

Vor etwa zwei Jahrzehnten hatte der Import aus Asien ein Niveau, das nur einen gewissen Teil der importierten Pilze in Europa verwertbar, bzw. verkaufter machte. In jeder Lieferung befanden sich einst verwurmte oder anderweitig verschmutzte Pilze, doch die von europäischer Seite reklamierte Ware brachte in Asien keinen Erfolg; ein Umdenken blieb aus. Der erste Schritt seitens der Asiaten wurde gewagt, als Xaver Schmidt eine Reise nach Kunming in Angriff nahm.

Als Newcomer in der Thematik der Handelspilzkontrolle war das eigenständige Weiterbilden über asiatische Pilze ein verpflichtender Bestandteil seines Daseins; und jede seiner Instruktionen war fortlaufend von Erfolg gekrönt. Tatsächlich schaffte er es, den Asiaten jene Ansprüche der europäischen Hygiene- und Lebensmittelvorschriften zu vermitteln, die ihre Pilze für uns erst brauchbar machten, und es uns gestatteten, damit Handel zu betreiben. Weiters modifizierte er die dortige Technik der Pilzsortierung, was eine erhebliche Verbesserung der Qualität zur Folge hatte.

In Kunming stehen dank Schmid's Verdienst nicht nur hochwertige Gerätschaften zur Be- und Verarbeitung zur Verfügung, sondern es arbeiten auch kompetente und gut ausgebildete Fachleute an der Verarbeitung und dem Export nach Europa. Die Pilzernte, wobei in beachtlicher Großteil aus der Yunnan Provinz stammt, bringt durch das herrschende milde Klima und die flächendeckenden Nebelschleier am frühen Morgen mittlerweile eine besonders gute Qualität mit sich. Gesammelt werden die Pilze oft auch von einheimischen Familien, die sich damit ihr monatliches Einkommen aufbessern. Ein großer Teil davon wird noch im Inland verkauft. 

Exportiert werden auch Pilze, deren Wirkung als potenzfördernd bekannt ist. Besonders bekannt ist das Gebiet die enorme Vielfalt der Röhrlingsgattung und auch hinsichtlich der Pilzzucht hat China in den letzten Jahren umeiniges aufgeholt. Das Geheimnis des Erfolges des Pilzwachstums in China sind Substratballen; doch Schmid sieht die Chancen dieser Ballen unsererlands eher pessimistisch und bedauert dies.

Auch die kulturellen Eindrücke möchte Schmid aber nicht unerwähnt lassen: Urige Fotos von 
alten Dörfern mit hölzernen Hütten oder Reisfeldern, Menschen in der typisch chinesischen Trachtenkleidung und die Veranschaulichung diverser landesüblicher Bräuche ermöglichte einen Einblick in das Dasein Chinas und seiner Einwohner.

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