Klimaänderung – weltweite Dekarbonisierung, bis wann?

Am Donnerstag, den 23. Januar 2019 fand im Kulturlokal Palass ein weiterer Energie-Apéro der Saison 2018/19 statt. Thema war die unwiderlegbare Klimaänderung und die dringend notwendige Dekarbonisierung. Prof. Dr. Reto Knutti, ETH Zürich, lieferte auf unterhaltsame und dennoch eindringliche Weise Fakten und ermahnte, dass es fünf vor zwölf sei, während Nora Ernst die Risiken aus Sicht des Rückversicherers Swiss Re aufzeigte.

Empfangen wurden die rund 60 Gäste sowie die beiden Referenten im Palass von Gastgeber Erwin Limacher, StWZ Energie AG, Zofingen. Reto Knutti begann sein Referat mit Bildern dieses Jahrhundertsommers. „Der menschliche Einfluss auf das Klima ist klar und bewiesen: der Mensch ist der Haupttreiber des Klimawandels“, so Reto Knutti, und „der Klimawandel ist wahr“ – alles andere ist „Fake News“. Starkniederschläge nehmen zu, Gletscher gehen schneller denn je zurück und die Biodiversität sinkt. Tragisch ist, dass CO2 und der Klimawandel langfristig bleiben, selbst wenn wir ab sofort kein CO2 mehr ausstossen würden. Viel Zeit Entscheidungen zu treffen haben wir nicht mehr, und wir sollten uns rasch anpassen, um die geforderten Klimaziele zu erreichen. Neue Technologien seien unterwegs. Und, so Knutti, die Diskussion darf nicht emotional geführt werden, sondern muss auf Fakten basieren.

Nora Ernst von der Swiss Re zeigte die Risiken des Klimawandels aus Sicht des Versicherers auf. Die Schadenfälle sind in den letzten 50 Jahren exponentiell gestiegen. Und Nora Ernst sagte ebenso deutlich wie ihr Vorredner, der Klimawandel ist real. Für den Rückversicherer ist die ständige Know How-Weiterentwicklung entscheidend. Auch müssen laufend neue Versicherungsprodukte entwickelt werden; was bedeutet, dass nicht nur neue Produkte hinzukommen, sondern auch Produkte aus dem „Sortiment fallen“, wie beispielsweise Kohlekraftwerke, die von Swiss Re nicht mehr rückversichert werden. Weitere zentrale Anliegen von Swiss Re sind auch, das Thema noch viel sichtbarer zu machen sowie den eigenen globalen Fussabdruck auf null zu bringen.

Im Anschluss an den Anlass wurde ein Apéro offeriert, bei welchem das brisante Thema weiter diskutiert wurde. 

 Mehr Informationen zu den kommenden Energie-Apéros: www.energieaperos-ag.ch