Laufenburg

Grenzüberschreitender Brückengottesdienst in die Badstube verlegt

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Bereits zum siebten Mal luden die Evangelische Kirche Laufenburg Baden und die Reformierte Kirche Laufenburg Schweiz zum Brückengottesdienst ein. Allerdings fand der zur Tradition gewordene Gottesdienst dieses Jahr in der Badstube im schweizerischen Laufenburg statt. Nur so konnten nämlich die Corona-Schutzvorschriften der beiden Länder eingehalten werden.

Der ungewohnte Ort tat freilich dem Anlass an diesem herrlichen, sommerlichen Sonntagmorgen überhaupt keinen Abbruch. Pfarrer Norbert Plumhof von der Schweizerseite wies bei der Begrüssung der rund 100 Teilnehmenden auf die prächtige Kulisse mit dem ruhig dahinfliessenden Rhein hin. Den Auftakt zum Gottesdienst machte das Laufenburger Quintett «Bluesax». Sie umrahmten die Veranstaltung gekonnt und äusserst sympathisch mit passenden Rhythmen. Da in Coronazeiten das laute Singen nicht erwünscht ist, rief Pfarrer Plumhof bei bekannten Melodien zum Mitsummen auf. Mit «Morning has broken», Melodien aus Porgy and Bess oder dem gekonnt arrangierten Lied «Herr, gib mir Mut zum Brücken bauen», bestand reichlich Gelegenheit der Einladung Plumhofs zu folgen

 Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Predigt von Pfarrerin Regine Born. Mit klaren, einfachen Worten fesselte sie die Besucherinnen und Besucher. Mit der Frage: «Was ist wichtig beim Hausbau?» stieg sie in das Thema ein. Sie kam auf die bekannte Geschichte der Schildbürger zu sprechen, die beim Bau des neuen Rathauses die Fenster vergessen hatten und deshalb das benötigte Licht mittels Säcken in das neue Gebäude bringen wollten. Am Beispiel von Sandburgen zeigte sie die Bedeutung des Fundaments auf und mit einem Glas voll Wasser, auf dessen Grund ein Stein den unverrückbaren Fels markierte, demonstrierte die Pfarrerin, wie der am Boden liegende Sand beim Umrühren das Wasser unvermittelt trüb werden liess.

 Mit Bibelzitaten, dem Unser Vater und dem Schlusssegen nahm der äusserst würdige Gottesdienst seinen Abschluss. Allerdings mussten die Teilnehmenden dann wegen der Corona-Vorschriften auf den sonst üblichen Apéro verzichten. Stattdessen gab es nochmals drei Stücke von «Bluesax» zu geniessen. Pfarrerin Regine Born und Pfarrer Norbert Plumhof haben wieder einmal gezeigt, wie man einen Gottesdienst lebendig, spannend und trotzdem besinnlich gestalten kann.

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