Grenchen

Exkursion des VNSG zum Klingnauer Stausee

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Bewehrt mit Feldstechern und Fernrohren machten sich zwölf Mitglieder des Vereins Vogel- und Naturschutz Grenchen und drei Kinder auf den Weg zum Klingnauer Stausee. Ziel war – neben dem Geniessen der schönen Landschaft - möglichst viele Vögel zu beobachten. Kaum am Wasser angelangt, wurde die Gruppe belohnt: Ein schillernder Eisvogel pfeilte aus dem Gebüsch knapp über der Wasseroberfläche dahin. Der Klingnauer Stausee ist ein Wasser- und Zugvogelreservat von internationaler Bedeutung. Viele Vogelarten verbringen hier ihren Winter. Für andere ist es ein Rastplatz auf ihrem Zug vom hohen Norden bis ins südlichste Afrika und zurück. Ein Ort also, der prädestiniert ist, viele Vögel zu beobachten. An diesem wunderschönen Tag kamen die Vogelliebhaber deshalb voll auf ihre Kosten. Eine Unmenge Wasservögel aller Art, wie Stockenten, Krickenten, Grünschenkel, Rostgänse, Grau-, Silber- und Seidenreiher tummelten sich auf dem Wasser. Ein Alpenstrandläufer, der am Ufer spazierte, liess sich durch die vielen Augen, die auf ihn gerichtet waren nicht aus der Ruhe bringen. Neben Vögeln waren auch Fische, seltene Libellen und Pflanzen zu beobachten.

Anschliessend an den Rundgang um den See, war eine Führung im neuen Birdlife-Naturzentrum auf dem Programm. Hier gab es interessante Informationen über die Geschichte des Stausees, über Vogelzüge und Auenlandschaften. Der Kanton Aargau mit seinen vielen Flüssen ist vorbildlich, was die Förderung von Auenlandschaften betrifft. Im Jahr 1993 wurde aufgrund einer Initiative ein Artikel in die Verfassung geschrieben, dass ein Prozent der Kantonsfläche zum Auenschutzpark werden müsse. Ein Ziel das heute erreicht ist.

Mit vielen Fotos und schönen Erinnerungen im Gepäck bestiegen die Vogelfreunde am Abend den Zug, der sie zurück nach Grenchen brachte.

Marlene Sedlacek

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