Mit Info-Inseln zu den künftigen Vereinsaktivitäten und einer Bildpräsentation mit haitianischen Bildern hat sich der neue Grenchner Verein "fleurlis fabrigg" präsentiert. In zwei Wochen geht es mit dem ersten fabrigg-Abend und einer Bachkantate am Sonntag morgen los.
In einer alten Fabrik am Höhenweg 7 hat der neue Verein "fleurlis fabrigg" sein Vereinslokal. Am Samstag öffnete er erstmals seine Tore und zeigte im Rahmen einer fabrigg-Nacht mit Info-Inseln, was bis Ende des Jahres auf dem Programm steht. Einer der Höhepunkte dieses Anlasses war die Führung von Heinirich Thommen, Kunsthistoriker aus Gelterkinden, drei  Bildern von bekannten haitianischen Künstlern.

Kunst - Musik - Literatur im Mittelpunkt


Mit dem Thema "Wasser" steigt der Verein in die ersten "fabrigg-Abende" ein. Um den Interessierten einen Eindruck dieser Abende zu geben, haben die Mitglieder thematische Info-Inseln gestaltet. Sie zeigen damit, was alle nun 14 Tage nun am Höhenweg 7 stattfinden soll. So steht Folgendes auf dem Programm: eine Literatur-Lesung mit Besprechungen zu Uwe Johnsons Hauptwerkt "Jahrestage", Bildbetrachtungen über Fresken zur Johannes-Taufe aus dem Italien des 12., 13. und 14. Jahrhunderts  als Beispiele für die Kunst der italienischen Renaissance mit ihrem geistes- und kunstgeschichtlichen Reichtum, Kinderbilderbücher zwischen Kunstvermittlung und Geschichten-Erzählung, Filme von Alexander Kluge und dann natürlich J.S. Bach und seine Musik und viele èberraschungen mehr.

Gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Claudia Brack-Fleury und Frank Meyer-Enssass kann am Sonntag nach dem fabrigg-Abend, um 9.30 Uhr, die aktuelle Bach-Kantate zum Sonntag ab CD gehört werden. "Seit einiger Zeit hören wir immer am Sonntag die aktuelle Bachkantate zum Kirchenjahr", erzählt Claudia Brack-Fleury und erklärt weiter: "Wir möchten dieses Musik-Erlebnis am Sonntag auch mit anderen Leuten teilen. Das sind wundervolle Miniatur-Oratorien (ca. 20 min.), die dem jeweiligen Sonntag im Kirchenjahr zugeordnet sind und viel zu wenig gehört werden." Danach sei noch Gelegenheit, bei einem Kaffee darüber zu sprechen.  

Kunsthistoriker Heinrich Thommen als besonderer Gast

Als besonderen Gast durfte der Verein den Kunsthistoriker Heinricht Thommen begrüssen. Er brachte Bilder von drei haitianischen Künstlern mit, die er dem Publikum präsentierte. Er hat sie alle persönlich kennengelernt, als er sechs Jahre in Haiti lebte und arbeitete. s waren Gemälde von St. Pierre Toussaint, Julien Valery und Jacques Valmidor - drei Gemälde, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Heinrich Thommen öffnete mit seinen Ausführungen auch ein Fenster zur unglaublich vielfältigen, farbigen und reichen Kultur in Haiti. Er liess die Anwesenden selbst auf Entdeckungsreisen in die Gedankenwelt der Künstler gehen und tauchte mit ihnen die unglaublich schöne, manchmal auch dunkle Traum- und Glaubenswelt der haitianischen Künstler ein.

Ein gelungener Abend

"Ein Anfang ist gemacht", erklärte Vereinsmitglied Frank Meyer-Ensass. "Wir hoffen auf schöne, spannende, überraschende Entwicklungen für den Verein", meinte er am Abschluss des Abends. "Zudem möchten wir unseren Raum in der alten Fabrik auch anderen Vereinen, Gruppen, Initiativen zur Verfügung stellen." Der Verein sei offen für vieles. Man darf gespannt sein.

Jeweils am Freitag Abend 19 Uhr stellen Vereinsmitglieder - oder Gäste-  Bücher, Musik, Bilder, Gedanken...vor, und eröffnen das Gespräch darüber. Bis Ende des Jahres gehts rund um das Thema "Wasser".  Am darauffolgenden Sonntag wird dann um 9.30 Uhr nach einer kurzen Einführung wir eine Kantate von Johann Sebastian Bach (von CD) zu Gehör gebracht. Am Freitag, dem 26. Oktober, steht eine Bildbetrachtungen über Fresken zur Johannes-Taufe aus dem Italien des 12., 13. und 14. Jahrhunderts als Beispiele für die Kunst der italienischen Renaissance mit ihrem geistes- und kunstgeschichtlichen Reichtum auf dem Programm. Mehr darüber unter www.fleurlisfabrigg.net. Für weitere Infos und Auskünfte: info@fleurlisfabrigg.net