Härkingen

Eine spezielle Reise in einer speziellen Zeit

megaphoneLeserbeitrag aus HärkingenHärkingen
Der Kirchenchor Härkingen in besonderer Mission unterwegs.

Der Kirchenchor Härkingen in besonderer Mission unterwegs.

Kürzlich versammelten sich 13 SängerInnen und zwei Begleitpersonen zur Vereinsreise des Kirchenchors Härkingen. Als «Willkommensgeschenk» gab es für jeden Reiseteilnehmer einen Beutel mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken, damit die Vorgaben des BAG jederzeit eingehalten werden konnten.

Um 10.00 Uhr wurden wir auf dem Schloss Sargans zu einer interessanten Schlossführung erwartet. Um die Schutzmassnahmen zu verstärken und böse Geister abzuwehren, führten wir vorgängig noch eine kleine Schluckimpfung durch. Vielen Dank für das tolle Apéro! Petrus muss ein Sängerfreund sein, wartete er doch mit dem Regen, bis die Führung im Schloss begonnen hatte. Und pünktlich zum Ende der Führung hörte es auch wieder auf zu regnen, so dass wir die Eindrücke der Führung auf dem kurzen Fussmarsch ins Hotel Post sacken lassen konnten. Gestärkt nach dem feinen Mittagessen ging unsere Fahrt weiter via Thusis und Savognin auf den Julierpass. Mit dem Kaffeehalt und der feinen Nusstorte liess sich dann auch die Sonne blicken. So gestärkt konnte dann auch der letzte Abschnitt der Strecke nach Maloja unter die Räder genommen werden. Nach dem Zimmerbezug stand etwas freie Zeit zur Verfügung, bevor das Nachtessen auf dem Programm stand. Anschliessend frischten die meisten die Schluckimpfung nochmals etwas auf.

Am Sonntag Morgen ging es bereits um 08.50 Uhr los, die kurvige Strasse Richtung Bondo hinunter. Am 23. August 2017 verloren beim Felssturz am Piz Cengalo acht Personen ihr Leben, darunter auch Gisela Nussbaumer und Ramon Bürgi. Da einige der Reiseteilnehmer Gisela und Ramon persönlich gekannt hatten, war es uns ein Herzensanliegen, den Gedenkgottesdienst mitgestalten zu dürfen. Mit dem Berglied «Signore del Cime» durften wir die eindrückliche und ergreifende Gedenkfeier abschliessen. Obwohl es emotional kein einfacher Einsatz war, so hat uns die Dankbarkeit der Hinterbliebenen tief berührt. Beim Apéro wurden, teils mit Tränen, teils mit Lächeln, Anekdoten ausgetauscht. Auch wenn Gisela und Ramon und auch die anderen Verunglückten nicht mehr unter uns weilen, in unseren Herzen bleiben sie uns verbunden.

Da sich das Apéro etwas länger hinzog als geplant, ging es mit etwas Verspätung zurück nach Maloja zum Mittagessen.  Via St. Moritz ging es dann weiter nach Zernez zum Kaffeehalt. Auch auf der mehr oder weniger kurvenreichen Fahrt über den Flüelapass konnte der Zeitrückstand nicht aufgeholt werden, so dass wir auch das Nachtessen im Restaurant Schifffahrt in Mols am Walensee verspätet bewältigten. So kamen wir gegen 21.30 Uhr mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen wieder in Härkingen an.

Lorenz Nützi

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