Grenchen

Die Wildbirnbäumchen des VNSG auf den Jurahöhen gedeihen

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Noch blühen sie nicht. Und es wird auch noch Jahre dauern, bis es soweit ist. Im Herbst 2018 hat der Vogel- und Naturschutz Grenchen (VNSG) 30 Wildbirnbäumchen in der Umgebung von Romont gepflanzt. Bis zu 15 Jahre kann es dauern, bis sie blühen und Früchte tragen. Aber immerhin: An den verschiedenen Pflanzstellen sind meist vier von fünf Pflanzen gediehen. Sie treiben munter aus und wachsen in die Höhe. Eingehegt von Stacheldrahtzaun, um sie vor dem Verbiss von weidendem Vieh und Wild zu schützen.

Die Wildbirne ist eine alte, selten gewordene Birnbaumart. Eine Studie des BUWAL und der ETH Zürich, die zum Ziel hat, seltene Baumarten wie die Wildbirne zu fördern, stuft sie als stark gefährdet ein. Es ist zwar ungewiss, ob sie in ihrer ursprünglichen Form überhaupt noch existiert. Denn schon seit Urzeiten Zeit habe der Mensch vermutlich das Erbgut der Wildbirne verändert, heisst es im Projektbericht. Die grösste Wildbirnenpopulation der Schweiz mit rund 86 Bäumen ist auf den Jurahöhen oberhalb Romont zu finden. Ebendort hat sich der VNSG mit dem Pflanzen der Schösslinge für eine Ausbreitung der seltenen Art eingesetzt. Wirtschaftlich gesehen hat die Pflanze zwar keinen grossen Wert. Doch sie bietet dem Wanderer im Frühling mit ihrer Blütenpracht einen wunderbaren Anblick. Im Herbst betören die Bäume mit einem intensiv rot gefärbten Blätterkleid.

Marlene Sedlacek

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