Öffentlicher Verkehr
Wird es bald zwei Gleise unter dem Badischen Bahnhof geben?

Für die Anbindung an das Herzstück wird auch ein Tiefbahnhof für den Regionalverkehr geprüft.

Peter Schenk 2 Kommentare
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Die Halle des Badischen Bahnhofs Basel.

Die Halle des Badischen Bahnhofs Basel.

Martin Ruetschi / KEYSTONE

Zwei neue Gleise und Perrons, die unterirdisch unter die Fernverkehrsgleise 3 und 4 des Badischen Bahnhofs gebaut werden, so könnte dort die Anbindung des Herzstücks aussehen. Derzeit läuft die Vorstudie für das 9-Milliarden-Projekt, mit dem der Basler Bahnhof SBB und der Badische Bahnhof unterirdisch über die Stadtmitte miteinander verbunden werden sollen. Zum Vorhaben gehört auch ein Tiefbahnhof beim Bahnhof SBB.

Für die oberirdische Anbindung des Badischen Bahnhofs ist die Deutsche Bahn (DB) zuständig, die dafür jetzt einen Projektleiter sucht. In der Ausschreibung wird auch auf den erwähnten möglichen Tiefbahnhof eingegangen – mitsamt den Anbindungen des Regional- und S-Bahnverkehrs vom Hochrhein und aus dem Wiesental. «Der Tiefbahnhof ist grundsätzlich für den Regionalverkehr vorgesehen», teilt die DB mit.

Tunnel aus einer Handbauen

Eine unterirdische Anbindung sei allerdings grundsätzlich eine Massnahme der SBB. «Es ist sinnvoll, die gesamte Tunnelstrecke eisenbahntechnisch und betrieblich aus einer Hand zu bauen und dann auch zu betreiben» schreibt die DB. Federführend für den langfristigen Ausbau des Bahnknotens Basel und damit auch Auftrag- und Geldgeberin für die SBB ist das Bundesamt für Verkehr (BAV). Hier will man sich über die Art des Anschlusses des Badischen Bahnhofs noch nicht äussern: «Sie wird im Rahmen der nächsten Planungsschritte geprüft und ist noch nicht entschieden.»

In Hinblick auf die möglichen Kosten eines Tiefbahnhofs beim SBB wie auch der Anbindung des Badischen Bahnhofs verweisen die SBB auf das BAV und die noch zu erstellende Vorstudie. Klar ist schon, wie die neue Verbindung genutzt wird: «Das Herzstück soll nur vom Regionalverkehr befahren werden, so auch der Tiefbahnhof Basel SBB», schreibt die SBB-Medienstelle und argumentiert: «Jede S-Bahn, die durch das Herzstück fährt, macht auf der Stammstrecke Kapazität frei für den Fern- und Güterverkehr.»

2 Kommentare
Thomas Zweidler

Geplant wird ja vieles. Ob aber je realisiert, steht wo anders. Den Staaten wird das Geld für solchen Luxus ausgehen (im UG - Riesenteuer auch im Unterhalt, Lüftungen, viel künstliches Licht).... Das ist nicht Zukunft, das ist alles von Gestern. Die Schweiz hat weniger Geld, die SBB auch, Deutschland mit Riesenfinanzlasten jammert jetzt schon und auch die DB sowieso eh....

Roger Jaton

Solange die Deutschen mit dem Bauen nichts zu tun haben ,sonst gibt dies wieder eine nimmer fertige Baustelle a la Flughafen Berlin  oder alles stuerzt ein wie vor ein paar Jahren an der Bahnlinie Basel-hamburg