Neubau
Symbolischer Spatenstich läutet die bis zu dreijährige Bauzeit für die Beyeler-Erweiterung ein

Das Riehener Kunstmuseum startet am Donnerstagnachmittag mit der Erweiterung seiner Ausstellungsfläche. Eigentlich hätten die Bauarbeiten schon vergangenes Jahr beginnen sollen.

Maximilian Karl Fankhauser
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Peter Zumthor, Sam Keller, Hansjörg Wyss, Christine Kaufmann und Kaspar Sutter (v. l.) beim symbolischen Spatenstich.

Peter Zumthor, Sam Keller, Hansjörg Wyss, Christine Kaufmann und Kaspar Sutter (v. l.) beim symbolischen Spatenstich.

Nicole Nars-Zimmer

Der Startschuss für den Erweiterungsbau der Fondation Beyeler ist gefallen. Was das Gast- und Baugewerbeinspektorat des Kantons Basel-Stadt im vergangenen Juni mit der Genehmigung der Baueingabe bewilligt hat, wurde am Donnerstagnachmittag physisch unterstrichen. In der frühsommerlichen Nachmittagshitze wurde im Riehener Iselin-Weber-Park der erste symbolische Spatenstich für das erweiternde Projekt gesetzt.

Es ist dies der letzte Schritt, nachdem die kantonalen Behörden und der Einwohnerrat der Gemeinde Riehen ihr Okay für das vom Atelier Peter Zumthor stammende Projekt bereits 2019 gegeben haben und die Fondation die Baueingabe ein Jahr darauf getätigt hat.

Visualisierung des Erweiterungsprojekts: Haus für Kunst (links), Pavillon (rechts). Sicht aus dem Berower Park.

Visualisierung des Erweiterungsprojekts: Haus für Kunst (links), Pavillon (rechts). Sicht aus dem Berower Park.

Visualisierung: Atelier Peter Zumthor

Nun startet die Bauphase. Wie die Fondation Beyeler damals in einer Medienmitteilung betonte, sei das Erweiterungsprojekt für die langfristige Weiterentwicklung des meistbesuchten Kunstmuseums der Schweiz von grosser Bedeutung. Denn mit der Erweiterung soll die öffentliche Parkanlage nahezu verdoppelt werden. Darauf werde ein «einzigartiges Ensemble an Museumsbauten entstehen», wie die Fondation verspricht.

1500 Quadratmeter Fläche

Geplant sind drei Bauten, aufgeteilt in das Haus für Kunst, das Servicehaus für Administration und Logistik sowie einen Veranstaltungspavillon. Die beiden Ersten entstehen im Iselin-Weber-Park, der Pavillon kommt in den Berower Park. Auf 1500 Quadratmeter Fläche sollen eher kleinere Ausstellungen und Sammlungspräsentationen stattfinden.

Die Bauarbeiten sind im Gang.

Die Bauarbeiten sind im Gang.

Nicole Nars-Zimmer

Die zweieinhalbjährige bis dreijährige Bauzeit im Iselin-Weber-Park soll Fussgängerinnen und Velofahrer nicht am Zugang hindern, der Pavillonbau wird aufgrund der kürzeren Zeiteinnahme später gestartet. Finanziert wird das Projekt durch Schenkungen der Wyss Foundation, der Daros Collection sowie weiteren Privaten gemeinsam mit der Beyeler-Stiftung und ist zu 90 Prozent abgeschlossen.

Architekt Peter Zumthor.

Architekt Peter Zumthor.

Nicole Nars-Zimmer

Abgerundet wurde der feierliche Akt durch mehrere Reden: Neben dem Architekten Peter Zumthor und Museumsdirektor Sam Keller hielten auch Regierungsrat Kaspar Sutter (SP), die Riehener Gemeindepräsidentin Christine Kaufmann (EVP) sowie Beyeler-Stiftungsratspräsident Hansjörg Wyss ihre Laudatio.

Das Hansjörg-Wyss-Museum

Der grosse Dank der Laudatoren galt vor allem Mäzen Wyss, der dieses Projekt vorantrieb. «Was lange währt, hält länger», meinte dieser in Bezug auf die sechs Jahre Wartezeit bis hin zum Spatenstich. «Nun hoffe ich, dass es nicht mehr so lange währt und wir uns in drei Jahren an der Eröffnung sehen.» Um seine Arbeit zu würdigen, werde das Gebäude den Namen Hansjörg-Wyss-Museum tragen, sagte Museumsdirektor Sam Keller.

Hansjörg Wyss.

Hansjörg Wyss.

Nicole Nars-Zimmer

Auch Architekt Peter Zumthor findet nur lobende Worte: «Er war extrem wichtig für die Ortsfindung», sagt er. Vor rund zwölf Jahren sei bereits Ernst Beyeler zu ihm gekommen und habe gemeint, er müsse ihm an diesem Ort ein Restaurant bauen. «Nun ist es etwas grösser geraten. Ich glaube aber, dass er Freude daran hätte.»

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