Energie

Für erneuerbare Energien auf dem Gaspedal

Blick vom Dach des Maschinenhauses: Links im Bild der 45 Meter lange Rotorflügel. Seine Spitze erreicht eine Geschwindigkeit von über 280 km/h.

EBL-Windpark in Ostdeutschland

Blick vom Dach des Maschinenhauses: Links im Bild der 45 Meter lange Rotorflügel. Seine Spitze erreicht eine Geschwindigkeit von über 280 km/h.

Die Genossenschaft Elektra Baselland lanciert 2021 ein neues Projekt für Wind-, Solar- und Wasserkraft.

Die Elektra Baselland (EBL) sieht die Energiewende als Chance. Um sie zu bewältigen, benötigt es aber möglichst rasch grosse Investitionen in erneuerbare Energien. Am ersten Energie- und Klimagipfel der EBL in Muttenz präsentierte die Energieversorgerin aus Liestal ihre Pläne.

Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit sind zentral

«Nachhaltiges Handeln und die Förderung von erneuerbaren Energien sind zentrale Anliegen der EBL. Darum setzen wir uns gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern für eine lebenswerte Zukunft ein», erklärte EBL-Chef Tobias Andrist am Anlass in Muttenz.

Die Elektra Baselland plant für das kommende Jahr mit «EBL X Invest» ein neues Projekt, das professionellen Investoren ermöglicht, mit der EBL in ein breites Portfolio von erneuerbaren Energien im In- und Ausland zu investieren. Mit einem Eigenkapital von 250 bis 500 Millionen Euro wird ein Investitionsvolumen von 700 Millionen bis 1,4 Milliarden Euro in Wind-, Solar- und Wasserkraft in der Schweiz und in Europa ausgelöst.

Bereits hat die EBL zusammen mit weiteren institutionellen Investoren und Pensionskassen aus der Schweiz die EBL Wind Invest AG gegründet. Diese investiert bis Ende dieses Jahres 370 Millionen Euro in deutsche Windanlagen, die jährlich rund 370 Gigawattstunden produzieren. Das Eigenkapital dieses Unternehmens beläuft sich auf etwa 120 Millionen Euro.

Das Baselbieter Energieversorgungsunternehmen fördert schon seit Jahren den Bau von Anlagen für erneuerbare Energien – Wind, Sonne, Wasser und Biomasse – und zählt dabei auf 42 Windkraftanlagen in Deutschland, 20 Fotovoltaikanlagen, ein Wasserkraftwerk in Zwingen sowie ein Solarthermie-Kraftwerk in Spanien. Um die CO2-Emissionen anhaltend zu vermindern, setzt sich die EBL für nachhaltige Wärmelösungen ein. Dazu wird der Anteil an fossilen Energien in den Wärmeverbünden weiter reduziert. Als Beispiel dient der im vergangenen Juni vorgestellte Grosswärmeverbund Liestal. In diesem Bereich engagiert sich die EBL schweizweit in 47 Wärmeverbünden.

Auch in der Elektromobilität mischt die Genossenschaft mit. Mit einem Experiment in Anwil erprobte die Elektra Baselland 2018 gemeinsam mit der dortigen Gemeinde für eine Woche die Energiestrategie 2050 im Alltag. Ziel war herauszufinden, wie sich das Energiesystem durch den technologischen Fortschritt in Mobilität und Wohnen verändern würde. Dieser Weg wird weiterfolgt – unter anderem mit dem Swiss E-Mobility Hub in Pratteln und weiteren Schnellladestationen in der Region. Bis in zehn Jahren stellt die EBL ihre Fahrzeugflotte zu 97 Prozent auf elektrisch um, und der Hauptsitz in Liestal wird bis zu 95 Prozent mit erneuerbaren Energien bewirtschaftet.

Themenübergreifende Onlineplattform

Diesen Herbst wird die EBL Academy lanciert. Mit dieser neuen Onlineplattform bündelt die Firma ihre Kompetenzen in den Themen Strom, Wärme, Telecom und E-Mobilität erstmals übergreifend. Die EBL will ihre Kunden mit diversen Onlineformaten dazu animieren, in sämtlichen Energiebereichen die Energiewende mitzugestalten.

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