Basel-Stadt

Damit das Nachtleben wiederbelebt werden kann: Grosser Rat will Taskforce einsetzen

Eine Taskforce aus Betrieben und Verwaltung soll Lösungen fürs Nachtleben erarbeiten. (Symbolbild)

Eine Taskforce aus Betrieben und Verwaltung soll Lösungen fürs Nachtleben erarbeiten. (Symbolbild)

Basler Clubs und Bars leiden unter der Coronakrise. Lange mussten sie geschlossen bleiben. Eine Arbeitsgruppe soll helfen. Das hat der Basler Grosse Rat am Mittwoch beschlossen.

Durch die Nacht tanzen, seine Lieblingsband auf der Bühne spielen hören, nach Mitternacht in einer Bar ein Bier trinken. Die Basler Nachtkultur muss seit Wochen pausieren. Die Branche ist besonders betroffen von der Coronakrise. Mittlerweile schreibt der Bund vor, dass Clubs und Bars zwar geöffnet sein dürfen, aber nach 24 Uhr ihren Betrieb einstellen müssen. Für die Lokale eine einschneidende Massnahme, da das Nachtleben gerade in den Stunden nach Mitternacht in Fahrt kommt.

SP-Grossrat Sebastian Kölliker sorgt sich um die Basler Nachtkultur. Darum fordert er in seiner Motion die Einsetzung einer Taskforce. Diese soll aus Vertretern der Nachtleben-Branche und der Verwaltung bestehen. Gemeinsam sollen die Probleme diskutiert und Lösungen erarbeitet werden. Der Vorstoss wurde als dringlich traktandiert und der Regierungsrat zeigte sich am Mittwoch bereit, die Motion zur Stellungnahme entgegenzunehmen. Der Grosse Rat stimmte der Motion schliesslich mit 76 zu 12 Stimmen bei 6 Enthaltungen zu.

«Es braucht dieses Kommunikationstool»

Vor allem bei den jüngeren Grossräten stiess die Motion auf Zustimmung. Jo Vergeat vom Grünen Bündnis bat engagiert um möglichst viele Ja-Stimmen: «Es braucht dieses Kommunikationstool. Es geht nicht darum, Geld auszugeben oder nur darüber zu sprechen.» Die Taskforce wolle durch einen direkten Draht mit der Verwaltung Probleme angehen.

Die Motion kam auch bei SVP-Grossrat Joël Thüring gut an. «Ich stelle mir einen runden Tisch vor, an dem man Lösungen finden kann mit der Branche. Natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, die der Bund vorgibt.» Nichtsdestotrotz müsse man berücksichtigen, dass im Nachtleben das Risiko einer Ansteckung vermutlich grösser ist als tagsüber beim Kaffeetrinken.

Meistgesehen

Artboard 1