Covid-Massnahmen
Baselland wünscht Aufhebung der Zertifikatspflicht

Die Meinungen, wie es mit der Handhabung der Covid-Krise weiter gehen soll, driften in den Regierungen von Basel-Stadt und Baselland weit auseinander - zumindest in einem wichtigen Punkt.

Rahel Empl
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Sind in der Covid-Krise einmal mehr nicht gleicher Meinung: die Gesundheitsdirektoren Thomas Weber (Baselland, links) und Lukas Engelberger (Basel-Stadt).

Sind in der Covid-Krise einmal mehr nicht gleicher Meinung: die Gesundheitsdirektoren Thomas Weber (Baselland, links) und Lukas Engelberger (Basel-Stadt).

Juri Junkov

Die Regierungsräte der Kantone Basel-Stadt und Baselland haben zu den vom Bundesrat vorgeschlagenen Verlängerungen und Anpassungen der «Covid-19-Massnahmen» ausführlich Stellung genommen. Die betreffenden Antworten machten die beiden Regierungen publik. Demnach gehen die Meinungen in gewissen wichtigen Punkten diametral auseinander, wie die Durchsicht der beiden Stellungnahmen an den Tag legt.

Während die Basler Regierung die Verlängerung der bestehenden Massnahmen bis zum 31. März 2022 befürwortet und damit auf Linie des Bundesrats ist, halten die Baselbieter dagegen: «Angesichts der sich schnell verändernden Lage ist eine feste Verlängerung von bestehenden Massnahmen nicht angezeigt. Einer Verlängerung bis zum 27. Februar 2022 mit paralleler, neuer Lagebeurteilung könnten wir jedoch zustimmen», so der Wortlaut der Stellungnahme.

Mehr noch: Im Sinne einer «Exit-Strategie» lade der Regierungsrat Baselland den Bundesrat ein, darauf hinzuarbeiten, dass per Ende März 2022 insbesondere die Zertifikatspflicht und spätestens bis Ende Juni 2022 alle «Covid-Massnahmen» aufgehoben werden können.