Unternehmen
Covid-Massnahmen: Baselbieter Beschäftigte sind deutlich weniger betroffen als Basler

Dieselbe Auswertung des Bundesamts für Statistik, die aufzeigte, dass Basler Beschäftigte am drittstärksten von den Coronamassnahmen betroffen sind, zeichnet von Baselland ein konträres Bild. Der Landkanton ist am drittwenigsten betroffen.

Michael Nittnaus
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Die vom Bund verhängten Geschäftsschliessungen wegen Corona trafen nicht alle Kantone gleich hart.

Die vom Bund verhängten Geschäftsschliessungen wegen Corona trafen nicht alle Kantone gleich hart.

Symbolbild: Michel Canonica (6.1.2021)

Vom ersten Lockdown im Frühjahr 2020 sollen gemäss einer Schätzung des Bundesamts für Statistik 11,2 Prozent aller 190'000 Beschäftigten im Kanton Basel-Stadt betroffen gewesen sein, vom bis vergangene Woche geltenden Lockdown light noch 10 Prozent. Das bedeutete die Plätze vier und drei der am stärksten betroffenen Kantone, wie das Statistische Amt Basel-Stadt mitteilte.

Vom Baselbieter Pendant war nichts zu hören. Dabei ist es eine positive Botschaft: Baselland liegt in der Auswertung beider Zeitfenster auf Platz 24. Nur 7,4 Prozent der gut 150'000 Beschäftigten waren am Stichtag 4. April 2020 von vorübergehenden Betriebsschliessungen betroffen, am 18. Januar 2021 waren es noch 5,9 Prozent.

Auch weniger Baselbieter Betriebe betroffen

Auch beim Anteil der betroffenen Betriebe steht Baselland besser da. In Basel-Stadt mussten beim ersten Lockdown rund 21 Prozent der 17'000 Arbeitsstätten ihren Betrieb vorübergehend schliessen und diesen Januar noch 16 Prozent. In Baselland waren es im Frühjahr 2020 «nur» 17 Prozent der knapp 20'000 Betriebe und 2021 noch 10,5 Prozent. Eine Erklärung liefert das Bundesamt für Statistik nicht, doch liegt es auf der Hand, dass der Branchenmix in Stadt und Land sehr unterschiedlich ist und für diesen Unterschied sorgte.