Nach dem Kirchenbrand
Glück im Unglück: Abgesehen von der zerstörten Orgel blieb die Einrichtung der Kirche in Hofstetten-Flüh weitgehend heil

Der Altar und Bilder erlitten beim Brand am Silvesterabend Rauchschäden und müssen restauriert werden. Die 750'000 Franken teure Kirchenorgel wird ausgewechselt.

Dimitri Hofer
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Für die Öffentlichkeit bleibt die römisch-katholische Kirche in Hofstetten-Flüh lange Zeit nicht begehbar.

Für die Öffentlichkeit bleibt die römisch-katholische Kirche in Hofstetten-Flüh lange Zeit nicht begehbar.

Juri Junkov

Rund zehn Tage nach dem Kirchenbrand zeigt sich: Die Schwarzbuben-Gemeinde Hofstetten-Flüh hatte am Silvesterabend Glück im Unglück. Zwar wurde beim Brand in der römisch-katholischen Kirche in Hofstetten die Orgel des Luzerner Orgelbauers Goll stark in Mitleidenschaft gezogen und muss ersetzt werden. Ansonsten halten sich die Schäden am Gebäude und an der Einrichtung in Grenzen.

Gustav Ragettli, der seit diesem Jahr die römisch-katholische Kirchgemeinde Hofstetten-Flüh präsidiert, hat sich seinen Einstieg anders vorgestellt. Statt einer ruhigen Phase der Einarbeitung muss er viele Medienanfragen beantworten. Der Kirchgemeindepräsident konnte sich einen Überblick über die Schäden machen, die beim Brand entstanden sind. «Die Orgel, die 750'000 Franken kostet, wurde zerstört. Auch an der Empore und am Zwischenboden sind grössere Schäden entstanden, die repariert werden müssen», sagt Ragettli. Die Einrichtungsgegenstände und die Kirchenbänke blieben jedoch weitestgehend heil.

«Der Altar und die Bilder erlitten Rauchschäden und müssen restauriert werden.»

Damit die Wärme abziehen konnte, wurden kleine Löcher ins Dach geschlagen. «Diese sind bereits instandgesetzt worden.»

Für die Öffentlichkeit wird die Kirche lange geschlossen sein. «Wir rechnen damit, dass in der Kirche während rund eines Jahres keine Gottesdienste stattfinden werden», sagt Gustav Ragettli. Die Solidarität sei riesig. Viele kirchliche Institutionen und Menschen hätten der Kirchgemeinde Unterstützung bei den kommenden Reparaturen zugesichert. Derweil laufen noch die Ermittlungen der Kantonspolizei Solothurn. Sprecher Bruno Gribi sagt lediglich:

«Die Brandursachenabklärung ist in Gange.»

Zwischenergebnisse werde man nicht verkünden.

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