Naturschutz
Kampf um Bauprojekte am Goetheanum: Regierung lässt Fondation Franz Weber abblitzen

Die Natur- und Umweltschützer, die gegen Bauprojekte in der unmittelbaren Nähe zum Goetheanum ankämpfen, haben eine Niederlage erlitten: Der Regierungsrat weigert sich, auf einen Antrag der Fondation Franz Weber einzugehen.

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Bald könnten hier Wohnblöcke stehen und den Blick aufs Goetheanum (ganz rechts) samt Heizhaus davor verstellen.

Bald könnten hier Wohnblöcke stehen und den Blick aufs Goetheanum (ganz rechts) samt Heizhaus davor verstellen.

Juri Junkov

Die Baselbieter Regierung sieht nichts Problematisches an den Arlesheimer Quartierpläne um das Goetheanum. Deshalb hat sich der Regierungsrat geweigert, auf einen Antrag der Fondation Franz Weber und deren Tochterstiftung Helvetia Nostra einzugehen. Die Stiftung hatte rechtliche Schritte unternommen, um die umstrittenen Bauvorhaben auf den Arealen «Schwinbach Süd» und «Uf dr Höchi» in der Nähe des Goetheanums zu verhindern, weil dadurch schützenswerte Naturobjekte zerstört würden.

Sie hatte beantragt, die entsprechenden Quartierpläne zu widerrufen, mehrere Parzellen ins kantonale Inventar der geschützten Naturobjekte einzutragen sowie bereits erteilte Baubewilligungen zu widerrufen.

Die Regierung stellt sich auf den Standpunkt, nur betroffene Parteien seinen befugt, solche Anträge zu stellen. Helvetia Nostra habe nicht nachweisen können, eine betroffene Partei zu sein. Darüber hinaus ist die Regierung der Meinung, dass die Rechtsgrundlage des Antrages zu schwach ist, um darauf einzugehen, selbst wenn die Antragssteller nachweislich betroffene Parteien gewesen wären. (jod)

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