Muttenz
Für den neuen FHNW-Campus greift der Kanton tief in die Tasche

Auf dem Polyfeld-Areal in Muttenz realisiert der Kanton Baselland ein neues 300-Millionen-Bauprojekt für die Fachhochschule Nordwestschweiz. Am Montag erfolgte die Grundsteinlegung für den Campus, der 2019 in Betrieb gehen soll.

Andrea Schäfer
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Grundsteinlegung FHNW Muttenz
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Grundsteinlegung FHNW Muttenz
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Diverse Redner sprachen zu den geladenen Gästen, hier Marco Frigerio, Leiter Projektierung.
Grundsteinlegung FHNW Muttenz
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Grundsteinlegung FHNW Muttenz

Grundsteinlegung FHNW Muttenz

Kenneth Nars

Zu sechst vergruben sie am Montag die Zeitkapsel bei der feierlichen Grundsteinlegung für den Neubau des Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) auf dem Polyfeld-Areal in Muttenz. Mit Schaufeln bewaffnet Hand an legten Regierungsrat Urs Wüthrich und dessen Kollegin Sabine Pegoraro, Kantonsarchitekt Thomas Jung, so dann der Projektierungsleiter Marco Frigerio, der Direktionspräsident der FHNW Crispino Bergamaschi sowie der Muttenzer Gemeindepräsident Peter Vogt.

Sie alle fügten der Zeitkapsel einen Gegenstand für die Nachwelt bei. Die meisten wählten dabei Dokumente. Etwas kreativer gab sich Urs Wüthrich. Der Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion legte einen Schraubenschlüssel bei, der, wie er erklärte, als «praxisbezogenes Werkzeug» und als «Schlüssel zum Erfolg» stehen soll.

Das durch ein Wettbewerbsverfahren gewählte Projekt von Pool Architekten und Perolini Baumanagement AG aus Zürich soll vier Fakultäten der FHNW in der Nähe des Muttenzer Bahnhofs vereinen. «Die bisher auf 36 Standorte verteilten Hochschulen werden mit dem Neubau in einem Gebäude zusammengefügt», erklärt Marco Frigerio, Leiter der Projektierung beim Baselbieter Hochbauamt. Das neue würfelförmige Gebäude wird die Fachhochschulen für Architektur, Bau und Geomatik, für Life Sciences, für soziale Arbeit, für Technik sowie die Pädagogische Hochschule beherbergen.

Bergamaschi zeigte sich sehr erfreut, dass die FHNW nun auch in Muttenz einen interdisziplinären Fachhochschul-Campus erhält, wo sich Studierende und Lehrende von verschiedenen Fachrichtungen austauschen können. «Auf ein solches Campusleben in Muttenz freut sich die FHNW», sagte Bergamaschi. Die FHNW, die von den Kantonen Baselland, Basel-Stadt, Solothurn und Aargau getragen wird, hat bereits solche Zentren in Brugg, Olten und auf dem Dreispitz.

Das Gebäude in Muttenz soll zwölf Stockwerke umfassen. Sabine Pegoraro, Vorsteherin der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion, betonte, dass das im obersten Stock geplante Café auch der Öffentlichkeit zugänglich sein wird. «Somit werden alle die Möglichkeit haben, den obersten Stock zu erleben.»

Bezogen wird der vom Kanton Baselland finanzierte Neubau 2019. Dann wird er von rund 3700 Studierenden und 680 Mitarbeitern genutzt. Für den Bau sprach der Landrat im Januar 2014 einen Kredit von 302,4 Millionen Franken. «Angesichts der aktuellen Finanzlage sind die erforderlichen 300 Millionen Franken an Investitionskosten kein Pappenstil», sagte Pegoraro. Dank tiefer Zinsen und der Vermietung an die FHNW könne der Kanton die Zins- und Amortisationskosten jedoch tragen.