34. Liestaler Stadtlauf
Ein Lauffest rund um die Altstadt

Rund 850 Sportlerinnen kurven durch die Strassen und Gassen Liestals.

Simon Tschopp
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Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
13 Bilder
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.
Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.

Der Liestaler Stadtlauf findet wegen der grossen Baustelle in der Rathausstrasse ausnahmsweise auf einem anderen Rundkurs statt.

Kenneth Nars

Wie Rehkitze tippeln sie die Treppe hoch, die Knirpse, die mit Mami oder Papi das Muki/Vaki-Rennen bestreiten. Wenige nehmen sogar zwei Tritte auf einmal, einige zollen ihrem Anfangstempo Tribut und kommen hier nur langsam voran. Dafür werden Letztere vom mitlaufenden Elternteil mit lautstarken Rufen aufgemuntert.

Die Treppe zum und durchs Elefantentor, welche die Seestrasse mit dem Fischmarkt verbindet, ist die anspruchsvollste Passage auf der diesjährigen Stedtlitour. Diese musste wegen der Grossbaustelle in der Rathausstrasse für einmal geändert werden. Die Treppe sorgt bei Teilnehmenden denn auch für unterschiedliche Reaktionen. «Diese Strecke war schwieriger, vor allem die Treppe war anstrengend», sagt der elfjährige Sissacher Leon David im Ziel. Marco Hug (16) aus Lupsingen, der bei den Junioren gewonnen hat, gefällt dieser Parcours besser. «Auf der Treppe war ich im Vorteil. Dort konnte ich meine engsten Widersacher distanzieren.»

Für die Seewnerin Petra Etter läuft es aufs Gleiche hinaus. «Heute ging es immer wieder bergauf, letztes Jahr nur einmal, dafür extrem», meint die 25-Jährige. Es habe viel mehr Richtungswechsel, ein typisches Hauseckenrennen, erklärt Daniela Schär (40) aus Seltisberg. Aber es sei cool, immer wieder am Publikum vorbeizurennen. Die Stimmung im Start-Ziel-Gelände auf dem Zeughausplatz ist denn auch grandios. Der enge Raum mit den zahlreichen Zuschauern lässt echte Stadtlauf-Atmosphäre aufkommen.

Die Streckenführung im und um den Stadtkern ist für Sportlerinnen und Sportler diesmal speziell. Nicht nur das ständige Auf und Ab, die engen Kurven, vielen Richtungswechsel und die Treppe fordern ihnen alles ab, sondern auch die Pavés kurz nach dem Start. Deren Kanten heben sich ein wenig vom Asphalt ab und sind Stolperfallen. Aber zu schlimmen Stürzen kommt es glücklicherweise nicht.

Tagessieger

Keller und Hertenstein gewannen

Die Tagessieger auf der Hauptstrecke über knapp zwölf Kilometer mit zwei Zusatzschlaufen ins Oristal sind am Liestaler Stadtlauf keine Unbekannten. Bei den Männern setzte sich gestern Abend der gebürtige Basler David Keller (Menziken) durch. Der 25-Jährige, der 2015 Zweiter geworden war, gewann vor Jannis Schönleber (Lupsingen) und Sebastian Indrest. Keller führte die Entscheidung 700 Meter vor dem Ziel herbei, als er Schönleber abschüttelte. «Ich musste beissen, weil ich zu schnell gestartet war», betonte der Halbmarathon-Spezialist mit einer persönlichen Bestzeit von 1:11:50 Stunden. Bei den Frauen liess sich Simone Hertenstein zum vierten Mal in Serie als Siegerin feiern. Die 40-jährige Liestalerin verwies die Binningerinnen Andrea Dürrenberger und Sandrine Abgottspon, die letzjährige Zweite, auf die weiteren Plätze.

Was bei einem Stadtlauf zählt, ist die Masse. Klar stechen die Spitzenläufer mit ihren starken Leistungen hervor, aber für die Musik sorgen die Dreikäsehochs, die Schülerinnen und Schüler sowie die Volksläufer. Man nimmt es locker und nicht tierisch ernst. Und wenn es mal nicht so rund läuft, fällt kein Zacken aus der Krone. So lässt sich ein Aktiver in der Kategorie «Stedtliläufer» nicht aus der Ruhe bringen, als er den Start verpasst. Nach dem Startschuss sprintet der Pulk weg, und einer hält sich mit Sporttasche immer noch hinter der Abschrankung auf. Jetzt hat er es geschnallt. Der Läufer platziert seine Utensilien hinter einem Getränkestand, flankt sich übers Absperrgitter und nimmt den Wettkampf ein paar Sekunden später in Angriff. Und wird nicht einmal Letzter.

Das OK zieht ein positives Fazit. Mit der Beteiligung von 850 Läuferinnen und Läufern ist es zufrieden – und glücklich, dass der Anlass ohne Zwischenfall über die Bühne gegangen ist.

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