Möbel
Design-Hochzeit: Basler Vitra schluckt die finnische Artek

Vitra übernimmt das finnische Designhaus Artek. Das Unternehmen, dessen Kern Möbelstücke und Lampen von Alvar Aalto sind, soll als separater Geschäftsbereich weitergeführt werden.

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Vitra schluckt Artek: Vitra-Eigentümer Rolf Fehlbaum und das Vitra-Haus in Weil am Rhein.

Vitra schluckt Artek: Vitra-Eigentümer Rolf Fehlbaum und das Vitra-Haus in Weil am Rhein.

Junkuov/Nars

Bei Vitra in Birsfelden und in Weil am Rhein wird künftig auch etwas finnisch gesprochen. Das Schweizer Designhaus hat das finnische Pendant gekauft. Zu welchem Preis, darüber hüllen sich die Beteiligten in Schweigen. Mitübernommen werden 70 Angestellten, die die Firma Artek weltweit beschäftigt.

Artek soll als separater Geschäftsbereich weiterbestehen. Die Vitra-Verantwortlichen wollen aber nach Synergiemöglichkeiten zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen, vornehmlich von Produktion, Distribution und Logistik, Ausschau halten.

Das Design-Unternehmen Artek wurde 1935 vom Architekten Alvar Aalto und seiner Frau Aino Aalto, der Kunstförderin Maire Gullichsen und dem Kunsthistoriker Nils-Gustav Hahl gegründet. Die Idee war es von Anfang an, Möbel zu verkaufen und durch Ausstellungen eine moderne Wohnkultur zu fördern. Treibende Kraft war der Architekt Aalto, der den Produkten auch seinen Namen lieh.

«Das finnische Design-Unternehmen ist mehr als nur eine Möbelsammlung: Wie auch Vitra, ist es ein kommerziell-kulturelles Projekt, das in seinem Bereich eine Vorreiterrolle innehat», wird Vitra-Eigentümer Rolf Fehlbaum in einer Mitteilung zitiert. Artek soll diese Rolle auch in Zukunft spielen. (rsn)

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