Bundesfeier
Wegen Planungsunsicherheit: Die regionalen Anlässe zum 1. August stehen auf der Kippe

Zwar bleibt noch ein bisschen Zeit bis zum Nationalfeiertag, dennoch sind bereits die ersten Bundesfeiern in der Region abgesagt worden.

Eva Oberli
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Zum zweiten Mal in Folge gibt es keinen Grossanlass am Rhein.

Zum zweiten Mal in Folge gibt es keinen Grossanlass am Rhein.

Juri Junkov

Während viele Gemeinden noch zuwarten, wie die diesjährige Bundesfeier aussehen soll, hat Kaiseraugst schon entschieden: Das Dorffest am Abend des 31. Juli wird erneut abgesagt. «Die Vorbereitung für eine solche Feier braucht einfach eine gewisse Vorlaufzeit», sagt Gemeindeschreiber Rolf Dunkel. Gerade weil ein Grossteil der Arbeit jeweils von einem Verein des Dorfes übernommen wird, dessen Mitglieder für die Organisation des Anlasses verantwortlich sind, wollte man früh für Klarheit sorgen.

«Wir haben Rücksprache mit dem diesjährig zuständigen Verein gehalten und gemerkt, dass die Verantwortlichen auch eher zurückhaltend reagierten»,

erzählt Dunkel. Eine 1.-August-Feier mit den zurzeit geltenden Schutzmassnahmen hätte die sonst so gesellige Stimmung merklich beeinträchtigt, fürchtete man in Kaiseraugst. Um die 300 Personen besuchen den Gemeindeanlass normalerweise. «Wir hätten ein Ticketsystem mit vorgängigem Anmeldeverfahren einführen und von allen Konsumierenden die Kontaktdaten einholen müssen, das war nicht in unserem Sinne», so Rolf Dunkel.

Gemäss dem Motto «Euses Füürli»: Baselland hält an der Durchführung fest

Die Bürgergemeinde der Stadt Liestal beschloss derweil am Mittwoch, an der Feier auf der Sichtern, die jährlich bis zu 1000 Besuchende anlockt, festzuhalten. «Wir gehen auch davon aus, dass weitere Lockerungen kommen werden, welche es uns allen ermöglichen, unseren Nationalfeiertag in einem würdigen Rahmen abzuhalten», schreibt Bürgerrat Domenic Schneider.

Über weitere Festivitäten zum Nationalfeiertag ist im Baselbiet noch wenig bekannt. Für konkrete Angaben, wo was stattfindet, sei es noch ein wenig zu früh, meint Mediensprecher Rolf Wirz vom Kantonalen Krisenstab. «Bis am 1. August geht es ja noch einen Moment und bis dahin können die Bestimmung auch noch einmal ändern.»

Basler Bundesfeier am Rheinufer fällt erneut ins Wasser

Das Präsidialdepartement der Stadt Basel hatte schon Anfang Mai mitgeteilt, dass die Bundesfeier am Rhein 2021 erneut nicht stattfinden wird. Die notwendigen Hygiene- und Schutzmassnahmen bei einem erwarteten Besucherandrang von weit über 100'000 Personen durchzusetzen, sei schlicht unrealistisch.

Wie es um die deutlich kleinere Bundesfeier auf dem Bruderholz steht, ist zurzeit noch unklar.

«Sofern sich die epidemiologische Lage nicht wieder verschärft, könnten wir legal eine Bundesfeier auf dem Bruderholz mit 3000 Personen durchführen»,

sagt OK-Präsident Fausi Marti. Dies würde aber bedingen, dass das gesamte Festgelände eingezäunt und die Zahl der vor Ort Anwesenden über eine Zugangsberechtigung stetig überwacht würde. «Diese durch Corona entstehenden Zusatzkosten müssten allerdings im Rahmen unseres Gesuchs an den Swisslos-Fonds abgegolten werden», so Marti.

Was schon feststeht: Sollte die Feier auf dem Bruderholz stattfinden können, wird auf jegliche Form von Feuerwerk verzichtet. «Wir rechnen damit, dass wir mit diesem Verbot, welches auch für privates Feuerwerk gilt, die Besucherzahl ein wenig mindern können», erklärt der OK-Präsident. Denn sollte dieser 1.-August-Anlass der einzige in der Region sein, könnten sich durch die entstehende Sogwirkung sehr viel mehr als die erlaubten 3000 Besuchenden auf dem Bruderholz einfinden.

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