Ausflugsziel Passwang
Schlittelparadies im Schwarzbubenland: Mit einem Verkehrsdienst gegen das Parkier-Chaos

An schönen Winterwochenenden wie dem vergangenen zieht es viele Ausflügler auf die Jurahöhen. So auch auf den Passwang. Dort sorgt neuerdings ein Verkehrsdienst für Ordnung.

Hans-Martin Jermann
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Rund 150 Parkplätze stehen auf dem Passwang gleich neben dem Schlittelhang zur Verfügung. Diese sind an schönen Wochenenden rasch belegt.

Rund 150 Parkplätze stehen auf dem Passwang gleich neben dem Schlittelhang zur Verfügung. Diese sind an schönen Wochenenden rasch belegt.

Hans-Martin Jermann (15. Januar 2022)

Unten grau, oben blau: So präsentierte sich das Wetter in unserer Region am vergangenen Wochenende. Zudem lag in höheren Lagen Schnee. Viele Wanderlustige und Familien mit Schlitten zog es deshalb auf die Jurahöhen. So auch auf den Passwang. Die 150 Parkplätze gleich neben dem bekannten Schlittelhang waren samstags und sonntags bereits zur Mittagszeit belegt. Neuerdings sorgt dort ein Verkehrsdienst dafür, dass nur so viele Fahrzeuge vom Tunnel Richtung Ober Passwang abzweigen, wie der Parkplatz auch aufnehmen kann.

Die Polizei musste ausrücken, weil nichts mehr ging

«Wir mussten etwas tun», sagt Thomas Jeker, Vizegemeindepräsident von Mümliswil-Ramiswil, auf deren Boden der Parkplatz liegt. Vergangenes Jahr kam es an schönen Winterwochenenden zu chaotischen Szenen: Die Zufahrtstrasse vom Tunnel ist steil, teilweise eng, manchmal auch schneebedeckt. Einmal rückte gar die Solothurner Kantonspolizei aus, weil nichts mehr ging, berichtet Jeker. Das soll mit der Einführung des Tröpfchensystems nicht mehr passieren.

Die Gemeinde bestellt den Verkehrsdienst jeweils an Wochenenden in der Wintersaison – und das auf eigene Kosten. Ebenfalls hat die Gemeinde zwei mobile Toiletten aufgestellt. «Für die Autofahrenden und Benutzenden des Schlittelhangs ist dieser Service kostenlos», betont Jeker. Um Wartezeiten zu vermeiden, rät er den Ausflüglern, mit dem Postauto anzureisen. Dieses verkehrt von beiden Seiten des Passwang her bis zum Tunnel.

Viel mehr Ausflügler im Passwanggebiet – auch wegen Corona

Der Passwang war lange Zeit eher ein Geheimtipp für Ausflügler aus dem Schwarzbubenland und dem nahen Baselbiet. In den vergangenen Jahren haben – wohl auch wegen Corona – die Besuchendenzahlen in dem Naherholungsgebiet markant zugenommen. Mittlerweile sind hier gar Fahrzeuge mit deutschem oder französischem Kennzeichen anzutreffen. Auch bei anderen Ausflugszielen, die mit dem Auto gut erreichbar sind, etwa auf dem Gempen oder dem Chall, ist es in jüngerer Vergangenheit an Wochenenden zu chaotischen Szenen gekommen.

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