Allschwil
Riesenbaustelle Baselink-Areal: Grösstes Gebäude ist im Rohbau fertig

Auf dem Baselink-Areal streben die ersten Gebäude der Fertigstellung entgegen. Nach dem Ja des Allschwiler Stimmvolks zum Alba-Haus herrscht in Allschwil Aufbruchstimmung ‒ kommenden Samstag ist Tag der offenen Tür.

Benjamin Wieland
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Medienkonferenz und Baustellenrundgang BaseLink Allschwil. Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus, Rohbau.

Medienkonferenz und Baustellenrundgang BaseLink Allschwil. Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus, Rohbau.

Kenneth Nars / BLZ

Im Baselink-Areal in Allschwil hat sogar der schlichte Veranstaltungsraum einen speziellen Namen: Innovation Garage heisst die Räumlichkeit, in der am Mittwoch eine Medienkonferenz zu den neuesten Entwicklungen im «Baselink» abgehalten wurde.

Der Name hat einen bestimmten Grund. Es gehöre zum Gründungsmythos von so mancher Techfirma, dass sie in einer Garage entstanden sei, sagte Johannes Eisenhut von der Senn Development AG. Auf dem Bachgraben sollen, so schwebt es den Entwicklern vor, ebenfalls Start-ups flügge werden. Der entstehende Life-Sciences-Cluster biete den Nährboden. Die ersten Gebäude streben ihrer Fertigstellung entgegen. Es ist nicht zu übersehen: Zwischen Basel und Allschwil, auf einem rund 500 Meter langen und 150 Meter breiten Streifen, entsteht Grosses. Bis zu 8000 Arbeitsplätze sind im Endausbau vorgesehen.

Beinahe hätte die Entwicklung jedoch einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Am 13. Juni stimmte Allschwil über den Quartierplan Alba ab. Die Grünen hatten das Referendum ergriffen, weil sie dagegen waren, dass die Bauherren, Jacques Herzog und Pierre de Meuron, die Höhe des Eckgebäudes verdoppeln dürfen, von 20 auf 40 Meter. Doch die Allschwiler Stimmbevölkerung nahm den Quartierplan Alba an, mit 60 Prozent Ja.

Noch vier freie Parzellen: Verhandlungen laufen

«Es hat uns ausserordentlich gefreut, dass der Quartierplan durchgekommen ist», sagte Pierre de Meuron, der sich kurzfristig dazu entschloss, ebenfalls eine Ansprache zu halten. «Die 60 Prozent Ja-Stimmen drückten etwas aus. Ich danke der Bevölkerung für das Vertrauen.» Mit dem Alba-Haus leiste man einen Beitrag, dass das Baselink-Areal urban werde. Im Geschäftsgebäude werde es unter anderem Läden, eine Kita, eine Bankfiliale und eine Velowerkstatt geben.

Es war zu spüren am Mittwoch: Die Erleichterung über das Volks-Ja zu Alba ist bei allen Beteiligten gross. Zwar durfte die Stimmbevölkerung «nur» über rund einen Zehntel des Baselink-Areals bestimmen – doch hätte der Quartierplan Schiffbruch erlitten, so wäre das auch als Ablehnung des Masterplans an sich gewertet worden. Als Signal dafür, dass der Bevölkerung das, was in der nördlichsten Ecke der Gemeinde vor sich geht, nicht ganz geheuer ist.

Von den 75'000 Quadratmetern Fläche gehören dem Bürgerspital Basel (BSB) rund 65'000. Es gibt die einzelnen Parzellen im Baurecht ab. BSB-Direktor Beat Ammann sagte zur bz, bis Ende Jahr sollten alle Parzellen vergeben sein. Das jüngste Baugesuch ging vor wenigen Tagen ein. Es ist jenes für das Gebäue «PH2», in dem die Geigy-Stiftung forschen wird. Es kommt gleich neben dem im Rohbau bereits fertigen Neubau fürs Tropeninstitut zu stehen.

Die ersten Pläne fürs Baselink-Areal sind 25 Jahre alt. Damals konkretisierte das Bürgerspital erstmals die Vision, diese Landreserve am Stadtrand, auf der Familiengärten standen, besser in Wert zu setzen. Das ist gelungen.

Tag der offenen Baustelle Die Senn Development AG lädt für den kommenden Samstag, 26. Juni, zum Open Day. Von 8 bis 17 Uhr kann der Rohbau des Main Campus besichtigt werden. Es besteht ein Schutzkonzept.

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