Der Schock muss bei der Familie Rüegger-Gebremariam aus Hochwald gross gewesen sein. Letzten November kehrte ihre Katze Pitschi verletzt nach Hause zurück. In ihrer Schulter steckte ein Projektil eines Luftgewehrs. Die Katze hatte Glück im Unglück, das Geschoss konnte einfach entfernt werden.

Letzten Sonntag geschah das Unfassbare: Der Kater Ganda der Familie kehrte ebenfalls verletzt nach Hause zurück – ein Geschoss eines Luftgewehrs steckte in seinem Kopf. Dabei wurde die Hirnhaut des Katers verletzt. Das Projektil steckt immernoch im Kopf des Katers. „Eine Operation wäre zu riskant. Falls sich die Wunde entzündet, müssen wir Ganda einschläfern lassen.“, so Ajda Gebremariam. Die Familie hat eine Strafanzeige eingereicht, die Kantonspolizei hat Ermittlungen aufgenommen, wie sie auf Nachfrage bestätigt.

Warum gerade diese Katzen?

Weder der betroffenen Familie, noch der Polizei sind ähnliche Vorfälle in der Region bekannt. Im Dorf gäbe es viele Katzen, dass nur die der Familie Rüegger-Gebremariam angeschossen wurden, macht Ajda Gebremariam stutzig: «Wir sind relativ neu im Dorf, haben aber mit niemandem Streit. Dass es aber nur unsere Katzen trifft, macht mich sprachlos.»

Die Familie kontrolliert Pitschi stündlich, wenn sie draussen ist. Kater Ganda darf zur Zeit überhaupt nicht raus. Damit sind aber weder die Katzen, noch ihre Familie glücklich. 

Mit diesem Aufruf sucht die Familie nach Zeugen.

Mit diesem Aufruf sucht die Familie nach Zeugen.

Nachdem Kater Ganda verletzt wurde, hängte die Familie im Dorf Flyer auf, die über die Vorfälle informieren. Sie erhofft sich davon Hinweise darauf, wer ihre Katzen angeschossen hat. Die Flyer wurden auf Facebook gestellt, der entsprechende Beitrag wurde hundertfach geteilt. Konkrete Hinweise hat die Familie bisher nicht erhalten.