Hochwasser

Millionen-Kredit um dem Hochwasser Einhalt gebieten zu können

2007 wurde in Liesberg sogar der Fussballplatz weggespült. (Archiv)

2007 wurde in Liesberg sogar der Fussballplatz weggespült. (Archiv)

Ein Hochwasser wie 2007 soll im Laufental nie wieder passieren. Die Gemeinde an der Birs erhält Schutzbauten für 2,3 Millionen Franken. Zusätzlich soll der betroffene Flussabschnitt ökologisch aufgewertet werden.

Die geplanten Schutzmassnahmen vor Hochwasser-Schäden in Liesberg haben eine wichtige Hürde genommen. Die Umweltschutz- und Energiekommission des Landrats hat den von der Regierung vorgeschlagenen Realisierungskredit über 2,3 Millionen Franken ohne Gegenstimme durchgewinkt. Die definitive Verabschiedung des Massnahmenpakets liegt nun beim Parlament.

Für die eigentlichen Baumassnahmen sind 1,37 Millionen Franken vorgesehen, wovon die Verbreiterung des linken Birsufers mit 403 000 Franken und die Verbreiterung des rechten Ufers mit 827 000 Franken veranschlagt wird. Im Bereich der Siedlungen ist der Bau von Leitdämmen vorgesehen. Parallel zur Umsetzung der Schutzbauten soll der betroffene Flussabschnitt ökologisch aufgewertet werden.

Laut Regierung wird nach Umsetzung aller geplanten Massnahmen die vom Bund geforderte Schutzstufe HQ100 erfüllt sein, die vorschreibt, dass in Siedlungsgebieten hundertjährliche Hochwasser künftig keine Schäden mehr verursachen dürfen. Die Kommission selbst ist der Meinung, «dass die vorgesehenen Massnahmen den Schutz vor Hochwasser mit vernünftigem Aufwand sicherstellen», wie es im Kommissionsbericht heisst. Besonderes Lob hat laut Kommissionsmitgliedern der Umstand verdient, dass das Schutzprojekt mit dem Kanton Jura koordiniert und ins bestehende Birs-Konzept des Kantons eingebettet worden ist. (bos)

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