Luftfahrt

Weil das Personal an einer Versammlung ist: Austrian Airlines streicht Flüge zwischen Basel und Wien

(Archiv)

Wegen der Betriebsversammlung muss die Austrian Airline 150 von 380 Flügen streichen.

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Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines streicht aufgrund der heutigen Betriebsversammlung des fliegenden Personals doch mehr Flüge als ursprünglich angekündigt. Statt 70 fallen nun rund 150 von 380 Flügen aus. Auch die Verbindungen zwischen Wien und Basel, Genf und Zürich sind betroffen.

Da der Betriebsrat Bord die Mitarbeiter früher als geplant, und zwar bereits ab 5.30 Uhr eingeladen hat, habe die AUA gestern Abend und heute kurzfristig weitere 80 Flüge streichen müssen, begründete die Airline.

Damit fallen am Donnerstag rund 40 Prozent der Flüge aus. Laut AUA-Chef Kay Kratky sind über 12'000 Passagiere von den Streichungen betroffen.

"Die kurzfristige Ausdehnung der Kampfmassnahmen weist deutlich daraufhin, dass das Ziel der Gewerkschaft und des Betriebsrats eine Betriebsstörung ist. Es ist für uns nicht nachvollziehbar und völlig inakzeptabel, dass höhere Gehaltsforderungen noch dazu bei einem verschärften Wettbewerb auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden", sagte Kratky laut einer Mitteilung der Austrian Airlines.

Unter den Ausfällen befinden sich Verbindungen zwischen Wien und Amsterdam, Basel, Bologna, Berlin, Belgrad, Brüssel, Bukarest, Kairo, Kopenhagen, Düsseldorf, Frankfurt, Genf, Graz, Hamburg, Innsbruck, Kiew, Köln, Leipzig, London, Lyon, Mailand, Minsk, Moskau, München, Paris, Prag, Sofia, Stuttgart, Teheran, Tel Aviv, Venedig, Warschau, Zagreb und Zürich.

So fallen drei Flüge von Zürich nach Wien aus sowie zwei von Wien nach Zürich. Mehrere andere Flüge zwischen Zürich und Wien finden aber statt. Dazu wird eine von vier Verbindungen zwischen Wien und Genf gestrichen sowie eine von zwei zwischen Wien und Basel. Das ist auf den Internetseiten der Flughäfen ersichtlich.

Der Betriebsrat für das AUA-Flugpersonal hatte ursprünglich für den 6. und 7. März Betriebsversammlungen angesetzt, diese aber kurzfristig aufgrund von Krankheit verschoben. Die 140 im Vorfeld abgesagten Flüge fielen dennoch aus. 10'000 Passagiere waren betroffen.

Die Betriebsversammlungen wurden einberufen, weil die laufenden KV-Verhandlungen stocken. Auch eine Streikdrohung steht im Raum. Das Unternehmen bietet unter anderem eine Gehaltserhöhung von 2,1 Prozent an, Betriebsrat und Gewerkschaft fordern mehr.

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