Eishockey
Verdienter Sieg nach einem starkem Start

Die EHC Basel Sharks besiegen in der National League B zum Jahresauftakt den HC Sierre mit 4:1

Peter Gschwind
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EHC Basel: Verdienter Sieg nach einem starkem Start
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 Ehc Topscorer Jonathan Roy prueft Goalie Martin Zerzuben.
 Der EHC bejubelt einen Treffer zum 2.0.
 Captain Stefan Voegele(19) setzt sich gegen Juerg Daellenbach durch.
 Dany Gelinas rauft sich die Haare. Kurz darauf trifft Sierre zum Anschluss .
 Stefan Maeder(EHC) gewinnt gegen Sandro Gartmann den Zweikampf.

EHC Basel: Verdienter Sieg nach einem starkem Start

Aargauer Zeitung

Mit dem Sieg gegen Visp hat das vergangene Jahr 2010 für die Basel Sharks erfreulich geendet. Nicht stolpern wollten die Basler nach drei Erfolgen in Serie zum Jahresauftakt
gegen einen weiteren Walliser Vertreter in der zweiten Liga, den HC Sierre-Anniviers. «Wir wollen uns auf jeden Fall in der vorderen Tabellengruppe halten», sagte CEO und Sportchef Beat Kaufmann vor Spielbeginn und wies darauf hin, dass es in der National League B keine «Gratissiege» zu holen gibt. Auch nicht gegen den Zweitletzten, der das letzte Jahr ebenfalls mit einem Sieg abgeschlossen hatte.

Frühe Führung durch Voegele

Es wirkte von Beginn weg so, als hätten die Spieler des EHC Basel die Worte von Kaufmann gehört. Sie nahmen den Schwung der vergangenen Spiele mit, trugen ihre Angriffe mit Vehemenz vor und schlugen ein Tempo ein, welches dem Gegner vorerst schlicht nicht ermöglichte, sich konstruktiv am Spiel zu beteiligen und selber Chancen zu kreieren.

Die Folge daraus war, dass Stefan Voegele bereits in der 7. Minute den Führungstreffer für die Basler erzielte. Aus spitzem Winkel fand er die Lücke zwischen Torhüter Martin Zerzuben und dem Pfosten des Tor-
gehäuses. Für die dominierenden Sharks kam es in der Folge noch besser. Nach einer herrlichen Kombination über mehrere Stationen verwertete Jann Falett das Zuspiel von Tassilo Schwarz zum 2:0.

Diese vorteilhafte Konstellation hätte der EHC Basel im ersten und dann zu Beginn des zweiten Drittels sogar verbessern müssen. Allein in der Verwertung der Tormöglichkeiten offenbarte das Team von Trainer Dany Gelinas Mängel, sodass Sierre immer noch auf eine Wende hoffen durfte.

Wie wichtig Damiano Ciaccio für den EHC Basel ist, bewies der Torhüter in der 32. Minute, als er im Überzahlspiel den allein auf ihn zufahrenden Xavier Reber am erfolgreichen Torschuss hindern konnte. Die Basler wurden im Mitteldrittel dann dafür bestraft, dass sie erstklassige Chancen nicht nutzen konnten. Nach einem Puckverlust von Jamie Wright leitete der Topskorer der Walliser, Lee Jinman, mit dem Anschlusstreffer eine starke Phase für die Gäste ein, worauf das Spiel zwischenzeitlich sogar zu kippen drohte.

Entscheidung mit dem 100. Tor

«Wir gewinnen heute nicht mehr, weil wir Glück haben, sondern primär, weil wir gut arbeiten.» Captain Stefan Voegele wies in seiner Spielanalyse darauf hin, warum der EHC Basel als verdienter Sieger vom Eis ging. Im Schlussdrittel gingen die Basler wiederum konzentriert zur Sache und hatten vorerst Pech, dass
Dario Gartmann in der 41. Minute nur den Pfosten traf.

Mit dem 100. Meisterschaftstor der EHC Basel Sharks in dieser Saison sorgte schliesslich Leandro Gfeller dafür, dass die Basler den vierten Sieg in Folge feiern durften. Mit seinem zweiten Treffer festigte Voegele in den letzten Sekunden den verdienten 4:1-Erfolg.

Er wurde danach auch als bester Spieler seiner Mannschaft ausgezeichnet. Insgesamt war Voegele an drei der vier Basler Treffer beteiligt. Der Reinacher blickt bisher auf eine erfolgreiche Saison zurück und belegt in der internen Skorerliste mit 27 Punkten auf Rang drei.

Sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams war Trainer Dany Gelinas. «Wir haben nach einer schwächeren Phase im Mitteldrittel unsere Leistung wieder gefunden», gab der Übungsleiter der Sharks nach der Schlusssirene zu verstehen. Gelinas betonte auch, dass sein Team in den vergangenen Tagen sehr hart trainiert hatte.

Das nächste Spiel steht für die Sharks schon morgen an. Es geht in die Nordostschweiz gegen den Tabellenletzten Thurgau. In dieser Partie ist für die Basler, welche schon mit dem vierten Platz liebäugeln dürfen, ein Sieg Pflicht.

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