Restaurantbewertung

Tanja Grandits aus Basel ist die «Köchin des Jahres 2014»

Die Köchin des Jahres 2014: Tanja Grandits (links).

Die Köchin des Jahres 2014: Tanja Grandits (links).

Erstmals steht eine Frau alleine an der Spitze der Restaurantbewertung durch GaultMillau Schweiz. Zur «Köchin des Jahres 2014» wurde Tanja Grandits ernannt, die im Basler «Stucki» Kochkellen schwingt. Die 43-Jährige gehört der neuen Kochgeneration an

Erstmals steht eine Frau alleine an der Spitze der Restaurantbewertung durch GaultMillau Schweiz. Zum «Koch des Jahres 2014» wurde Tanja Grandits ernannt, die im "Stucki" in Basel die Kochkellen schwingt. Die 43-jährige Grandits gehört der neuen Kochgeneration an.

Die Kreationen von Grandits «haben eine eigene, unverwechselbare und unkopierbare Handschrift», heisst es in einer Mitteilung von GaultMillau vom Montag. Ihre Küche wird neu mit 18 Punkten bewertet. Vor 20 Jahren wurde Irma Dütsch mit zwei weiteren Spitzenköchen als «Köchin des Jahres» geehrt. Grandits stehe nun aber alleine im Scheinwerferlicht.

Selber bezeichnet sie ihre Kochkunst als «Aromaküche», in der aus Gegensätzen eine Harmonie komponiert wird. Auf der Speisekarte des «Stucki» stehen etwa: Lachs Zimtblüten Sashimi, Rüebli Hummus und Ringelblume oder ein Entrecôte mit Nelken Pfeffer, rotem Zwiebelkuchen und Cassis Gel.

Status quo an der Spitze

In der Topliga des GaultMillau-Ratings hat sich nichts verändert. Sechs Küchenchefs erarbeiteten sich erneut die Höchstnote 19: Benoît Violier (Crissier VD), Andreas Caminada (Fürstenau GR), Philippe Chevrier (Satigny GE), André Jaeger (Schaffhausen), Didier de Courten (Sierre VS) und Bernard Ravet (Vufflens-le-Château VD).

Ein besonderes Lob spricht GaultMillau Violier aus, dem «Koch des Jahres 2014»: Dieser verwalte das schwere Erbe seiner berühmten Vorgänger Frédy Girardet und Philippe Rochat respektvoll und souverän, habe aber dem berühmten Restaurant längst seinen eigenen Stempel aufgesetzt.

Tanja Grandits ist nicht der einzige Neuzugang in der Liga der 18-Punkte-Chefs. In der Gunst der Testesser gestiegen sind auch Othmar Schlegel im «Castello del Sole» in Ascona; er ist gleichzeitig Aufsteiger des Jahres im Tessin. Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz ist Pierre-André Ayer vom «Le Pérolles», dessen Küche neu ebenfalls mit 18 Punkten bewertet wird.

Weitere Aufsteiger

«Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz» ist Christian Kuchler vom Gasthof Hirschen in Eglisau ZH. Der 28-Jährige, der mit 17 Punkten bewertet wurde, führt laut GaultMillau die Kategorie der «jungen wilden Schweizer Köche» an. Sechs weitere Restaurants wurden neu ebenfalls mit 17 Punkten bewertet.

Es sind Rolf Fliegauf («Ecco» im Hotel Giardino, Ascona), Tony Schmidig («Rigiblick», Lauerz SZ), Matthias Schmidberger («Cà d'Oro» im «Kempinski», St. Moritz), Antonio Colaianni («Mesa», Zürich), Samuel Destaing («Hôtel des Alpes», Orsières VS) und Damien Germanier («Restaurant Damien Germanier», Sion VS).

Insgesamt wurden 96 Küchen besser bewertet als im Jahr zuvor, 43 haben Punkte verloren. Für die Ausgabe 2014 des GaultMillau haben die Tester rund 1000 Restaurantbesuche absolviert. Insgesamt sind im Führer 856 Restaurants aufgeführt.

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