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Ratingagentur Standard & Poor's senkt Rating für Basler Kantonalbank

Basler Kantonalbank in Schieflage: Die BKB verzeichnet im ersten Semester 2013 einen Gewinneinbruch

Basler Kantonalbank in Schieflage: Die BKB verzeichnet im ersten Semester 2013 einen Gewinneinbruch

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Einschätzung der langfristigen Kreditwürdigkeit der Basler Kantonalbank (BKB) leicht gesenkt. Die Bewertung wurde von der zweitbesten Note «AA+» um eine Stufe auf «AA» reduziert.

Standard & Poor's einer der drei grossen US-Bonitätsprüfer, senkt das Rating für die Basler Kantonalbank um eine Stufe, wie am Dienstag bekannt wurde. Das Rating liegt neu bei «AA». Zuvor lautete es auf «AA+», der zweithöchsten Stufe auf der Skala.

Zum Vergleich: Kantonalbanken kommen dank den Staatsgarantien oft auf das berühmte «Triple-A» («AAA»). Ohne diese Garantien würden ihre Einstufungen laut Analysten typischerweise lediglich bei AA stehen. Die beiden Grossbanken sind mit ihren «A»-Einstufungen tiefer bewertet als die Kantonalbanken, sie operieren indes in einem anderen Umfeld.

Standard & Poor's begründet die Abstufung mit «erhöhten Reputations- und Rechtsrisiken gegen die BKB aufgrund der rechtlichen Auseinandersetzungen des US-Justizministeriums gegen Schweizer Banken», wie aus dem Bericht der Bonitätswächter hervorgeht. «Wir haben deshalb in unsere Einschätzung materielle Kosten für die Beilegung der Rechtsstreitigkeiten einfliessen lassen.»

Laut Michael Buess, Sprecher der Basler Kantonalbank, war es nicht möglich, Rückstellungen für die Risiken aus den US-Rechtsfällen vorzunehmen. «Wir haben dazu bislang keine Anhaltspunkte, auf die wir uns abstützen können», sagte Buess gegenüber der «Nordwestschweiz». Die Bank kooperiere mit den Behörden und hofft, baldmöglichst eine einvernehmliche Lösung finden zu können.

Für das andere Reputationsrisiko, dem ASE-Anlagebetrugsfall, hat die Basler KB Rückstellungen in Höhe von 50 Millionen Franken vorgenommen. Standard & Poor's machte auch keine Einschätzung, wie gross die Kosten für die Basler Kantonalbank ausfallen werden.

Das US-Justizdepartmenent untersucht eine Reihe von Schweizer Banken, inklusive Credit Suisse und Julius Bär. Die UBS hatte sich 2009 mit einer Zahlung von 780 Millionen Dollar und gegen Aushändigung von 4500 Kundendossiers freigekauft.

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