Öffentlicher Verkehr
Auswirkungen der Pandemie: Auf der Hochrheinstrecke fahren weniger Züge

Die Deutsche Bahn und die französischen SNCF müssen den Zugverkehr auf der Hochrheinstrecke und zwischen Basel und Strassburg reduzieren.

Peter Schenk
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Regionalzug nach Strassburg vor Abfahrt im Bahnhof Basel SBB.

Regionalzug nach Strassburg vor Abfahrt im Bahnhof Basel SBB.

Peter Schenk

Wegen Corona und Erkältungserkrankungen beim Zugpersonal reduziert die Deutsche Bahn (DB) bis zum 28. Januar das Zugangebot auf der Hochrheinstrecke zwischen Lauchringen-Waldshut und Basel. Der Notfallzugplan hatte bereits Weihnachten begonnen und 29 Zugverbindungen betroffen. Der Regionalzug nach Schaffhausen fährt planmässig.

Bei einem Qualitätsranking des Landes Baden-Württemberg, das den Schienenverkehr bestellt, kam die Hochrheinbahn ins untere Mittelfeld, schnitt damit aber noch gut ab. Schlusslicht war der Regionalzug zwischen Basel und Freiburg. Zwischen Karlsruhe und Basel hat fast jeder fünfte Zug Verspätung.

Beschwerden von grossem Fahrgast-Verband

Schwierigkeiten gibt es auch im Elsass. Bereits Mitte Dezember hatte sich ein grosser Fahrgastverband darüber beschwert, dass es in der Grossregion Grand Est fast täglich Probleme wie Zugausfälle oder Verspätungen gibt. Betroffen sind davon auch oft Züge zwischen Basel und Strassburg. Die SNCF führt die Schwierigkeiten neben Zusammenstössen mit Wildtieren oder Wetterkapriolen wie einem Sturm auch auf Covid zurück. Weil viele Mitarbeitende erkrankt sind, kann nur 85 Prozent des Angebots aufrechterhalten werden.

Ausserdem hat die SNCF 50 offene Stellen zu besetzen. Das fehlende Personal macht sich auch bemerkbar, weil die Zahl der schnellen Regionalzüge auf der Achse Strassburg – Basel Anfang Dezember von täglich 52 Verbindungen auf 61 erhöht worden war, um den Taktverkehr zu verbessern. Weil gleichzeitig nicht mehr Personal eingestellt wurde, kam es zu Streiks.