MCH Group
Messe plant Post-Corona-Zeit: Grosse Hoffnungen auf der Art

Die MCH Group plant die vorsichtige Rückkehr zur Normalität. Für 2021 wird mit einem deutlichen Verlust gerechnet. Kommendes Jahr soll sich das Geschäft erholen.

Jonas Hoskyn
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Beat Zwahlen, seit Anfang Jahr Konzernchef der Messe.

Beat Zwahlen, seit Anfang Jahr Konzernchef der Messe.

zvg

Nachdem der Alltag der MCH Group in den vergangenen eineinhalb Jahren vor allem aus Kurzarbeit und Absagen bestand, blicken die Verantwortlichen vorsichtig optimistisch auf die zweite Jahreshälfte. Vor allem an der Durchführung der Art Basel, die auf den 24. bis 26. September nach hinten geschoben wurde, ruhen grosse Hoffnungen.

«Die Stimmungslage ist enthusiastisch. Die Teams sind begeistert, dass sie wieder ihren Job machen können»,

sagte Messechef Beat Zwahlen an einer Online-Medienkonferenz.

Zwahlen rückte erst Anfang Jahr als Konzernchef nach, nachdem sein Vorgänger Bernd Stadlwieser überraschend den Bettel hingeschmissen hatte. Die Durchführung der Kunstmesse wäre ohne den Corona-Schutzschirm für Veranstalter auf der Kippe gestanden, wie der Konzernchef durchblicken liess.

Und auch jetzt müssen die Verantwortlichen in verschiedenen Szenarien planen: «Wir sind stark abhängig davon, welche Reiserestriktionen im Herbst gelten», sagte Zwahlen. Und auch vor Ort sind mehrere Schutzmassnahmen angedacht; wie etwa ein eigenes Testzentrum. Eine andere Variante wäre, die Teilnehmenden in Gruppen durch die Messe zu schleusen.

Trotz Leerstand: Hallen umnutzen ist kein Thema

Angesichts der langsamen Rückkehr zur Normalität müsse das Unternehmen auf für das laufende Jahr mit einem mittleren zweistelligen Millionenverlust rechnen, sagte der Messechef. Kommendes Jahr sollen die Zahlen dann wieder ausgeglichen sein. 2022 werde ein Übergangsjahr. Gleichzeitig arbeitet die Messe weiter an ihrer digitalen Transformation. So soll im Herbst eine digitale Plattform für die Baselworld vorgestellt werden, als Ergänzung zur physischen Uhren- und Schmuckmesse, die neu aufgestellt werden soll.

Trotz des Trends zu kleineren Messen ist eine Reduktion der Hallenfläche für die MCH Group kein Thema. Durch eine Umnutzung würde die nötige Flexibilität verloren gehen, sagte Zwahlen. Geplant sei vielmehr, die Vermarktung zu optimieren und temporäre neue Nutzungen zu ermöglichen.

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