Unterkünfte
Junge Christen sind in Basel auf Bettensuche

Vom 28. Dezember bis zum 1. Januar findet in Basel das Taizé-Treffen statt. Die Veranstalter suchen noch nach Gastfamilien, die die 20'000 junge Christen aufnehmen.

Olivia Meier
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Was passiert, wenn auf einen Schlag 15'000 bis 20'000 junge Christen nach Basel kommen und noch nicht genügend Schlafplätze vorhanden sind? Diese Frage wird am 28. Dezember geklärt. Das europäische Jugendtreffen Taizé findet an seinem 40. Geburtstag in Basel statt.

Es wurde noch nicht für jeden jungen Gläubigen ein Schlafplatz gefunden. Ein Team aus zwölf jugendlichen Helfern aus aller Welt, drei Brüdern aus Taizé und drei Andreasschwestern, reiste bereits am 20. November an und wurde in einem schicken grossen Stadthaus bei der Kaserne einquartiert. Wie Sarah, eine der jungen Helferinnen aus Polen, erzählt, reisen die Jugendlichen in den verschiedenen Gemeinden herum, um in direktem Kontakt mit ihnen zu stehen. «In einigen Gemeinden sind wir schon bei der Hälfte der Schlafplätze, in anderen liegen wir noch weit darunter», sagt sie.

Wie viele Schlafplätze bis jetzt gefunden wurden, ist jedoch auch dem Team nicht bekannt. Dies liegt daran, dass die Aufgabe, genügend Schlafplätze zu finden, an die jeweilige Kirchgemeinde abgegeben wird.

Bruder Richard, der von Taizé angereist ist, um bei der Organisation vor Ort zu helfen, ist jedoch zuversichtlich: «Unser Ziel ist, dass alle Jugendlichen einen Schlafplatz in einer Gastfamilie finden. Bisher hat das fast immer geklappt, deshalb sind wir auch dieses Mal guter Dinge.» Noch bis zum Ankunftstag der Jugendlichen kann man sich als Gastfamilie bei der jeweiligen Kirchgemeinde anmelden.

Gedrängter als beim Match

Die Leute werden in ungefähr 250 bis 280 Reisebussen anreisen, die in Lörrach, Saint Louis und in Basel bei der St. Jakobshalle halten werden. Die Organisatoren sind im direkten Kontakt mit den örtlichen Institutionen, wie Koordinator Fabian Dinkel erklärt: «Für die drei Tage sind zehn Spezialzüge und Busse pro Tag eingeplant. Man kann sich das vorstellen, wie wenn der FCB spielt, nur sind es noch mehr Leute.»

Auch mit der Polizei sind sie in direktem Kontakt. Diese stuft das Sicherheitsrisiko für die Veranstaltung jedoch nicht als höher ein als bei den bisherigen Treffen. Beim Budget sieht es jedoch weniger gut aus. Obwohl das Event stark vom Swisslos Fonds, den verschiedenen Kantonen und weiteren Spendern unterstützt wird, weisst das Budget noch Defizite auf.

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