Kunstfälschung
Gefälschter Rothko: Basler Justiz sieht keine Straftat

Das Verfahren gegen einen Kunsthistoriker im Zusammenhang mit einem millionenschweren Fälschungsskandal wurde zurecht eingestellt. Das hat das Basler Apellationsgericht entschiedetn.

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Werke von Mark Rothko in der Fondation Beyeler (Archiv)

Werke von Mark Rothko in der Fondation Beyeler (Archiv)

Keystone

Der Basler Kunsthistoriker Oliver Wick muss in der Schweiz definitiv nicht vor Gericht: Das Basler Appellationsgericht entschied gemäss einem Bericht der „Schweiz am Sonntag“, dass die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen ihn wegen Geldwäscherei zu Recht eingestellt hatte. Das Urteil ist rechtsgültig.

Wick ist ein Vermittlungsmann in einem der weltweit grössten Kunstfälscherskandale. Er organisierte den Verkauf eines gefälschten Rothko-Gemäldes zum Preis von 7,2 Millionen US-Dollar. Für den Transfer stellte er sein Bankkonto zur Verfügung und kassierte Vermittlungsprovisionen von fast einer halben Million US-Dollar.

Das höchste Basler Gericht stufte seine Aussagen als glaubwürdig ein. Der Rothko-Experte sieht sich als Opfer. Er habe nur die Provenienzangaben einer renommierten Galerie weitergeleitet, sagt er.

Finanzrechtsspezialistin Monika Roth äussert in der „Schweiz am Sonntag“ Kritik: „Ich halte das Urteil für fragwürdig.“ Sie wirft der Staatsanwaltschaft unter anderem vor, die öffentlich zugänglichen Akten und Urteile der US-Justiz nicht beigezogen zu haben.

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