Chancenlos

Für David Wüest-Rudin ist das Ergebnis «wenig überraschend»

David Wüest Rudin ist schon ein wenig darüber enttäuscht, dass er Julian Eicke nicht überholen konnte. (Archiv)

David Wüest Rudin ist schon ein wenig darüber enttäuscht, dass er Julian Eicke nicht überholen konnte. (Archiv)

Der Grünliberale David Wüest-Rudin trat alleine an, nur von seiner eigenen Partei unterstützt. Seine Enttäuschung über die Wiederwahl Anita Fetz’ hält sich in Grenzen. Doch den Jungfreisinnigen Julian Eicke hätte er schon gerne geschlagen.

Niemand hat damit gerechnet, dass der Präsident der Grünliberalen Kantonalpartei, David Wüest-Rudin, der neue Basler Ständerat werden würde. Auch er selbst nicht. Und so ist er gefasst, als die Zwischenresultate zu den Ständeratswahlen verkündet werden und klar wird: Anita Fetz hat es einmal mehr all ihren Gegnern gezeigt.

Man braucht nicht besonders scharfsichtig zu sein, um beim Blick auf die Balkengrafik zu erkennen: Das war eine Kanterniederlage für die Gegner. Hinter Fetz folgt der Jungfreisinnige Julian Eicke, um den sich im letzten Moment noch die bürgerlichen Parteien geschart hatten. Und erst dann kommt David Wüest-Rudin. «Das ist schon eine kleine Enttäuschung, ihn hätte ich gerne geschlagen», sagt Wüest-Rudin dazu.

Das Ergebnis der Ständeratswahl Basel-Stadt 2015: Anita Fetz holt das absolute Mehr und tritt ihre vierte Amtsperiode in Folge an.

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Doppelte Niederlage

Zu stark sei aber wohl die Wirkung der bürgerlichen Unterstützung für Eicke gewesen, auch wenn sie spät und halbherzig erfolgte. Wüest-Rudin bedauert diese Entscheidung der Bürgerlichen nach wie vor. Mit ihrer Unterstützung hätte er sich als echte Alternative zu Anita Fetz gesehen. So ist nicht einmal das Minimalziel erreicht worden, nämlich einen zweiten Wahlgang zu erzwingen.

Dennoch hält Wüest-Rudin an der Entscheidung, anzutreten, als einzig richtige fest. Eine stille Wahl habe verhindert werden müssen. Beinahe härter als seine persönliche trifft Wüest-Rudin die Niederlage seiner GLP in Basel-Stadt, der er als Präsident vorsteht. Das liege unter anderem wohl an der Person Christoph Eymann, der als «grüner Liberaler» gelte. (dre)

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