Fasnacht 2022
Das Glaibasler Charivari ist zurück

Die beliebte Vorfasnachtsveranstaltung ist im Februar 2022 nach einem Jahr Absenz wieder auf der Volkshausbühne zu sehen.

Maximilian Karl Fankhauser Jetzt kommentieren
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Auch d' Gwäägi sind am Glaibasler Charivari 2022 wieder mit von der Partie.

Auch d' Gwäägi sind am Glaibasler Charivari 2022 wieder mit von der Partie.

Roland Schmid (08. Februar 2019)

Die Vorfreude ist spürbar bei den Dreien, als sie am Tisch Platz nehmen. Stolz verkünden Obmann Walter F. Studer, Programmchef Erik Julliard und Regisseur Lucien Stöcklin: Das Glaibasler Charivari 2022 findet statt. Ein allerletztes Mal sitzen die drei Herren für eine Pressekonferenz im Charivari-Fundus neben dem Hallenbad Rialto. Das Probelokal muss aufgrund einer Schwimmbaderweiterung aufgegeben werden.

Spannender denn je würde sich der am Donnerstag startende Ticketverkauf gestalten, findet Programmchef Erik Julliard. Nach einem Jahr Absenz hoffe man beim Charivari-OK natürlich, dass die Menschen noch immer an der Vorfasnachtsveranstaltung interessiert seien. «Wir haben wieder eine ganz tolle Sache auf die Beine gestellt. Da wäre es ja schade, wenn keiner kommen würde.» Pro Vorstellung finden 576 Besuchende Platz im Volkshaus. Was über zwei Wochen Spielzeit ein Total von 9216 Tickets bedeutet.

Gleiche Besetzung wie in diesem Jahr

Das Glaibasler Charivari 2022 solle anders werden, als es in den vorhergehenden Jahrgängen war. «Derweil bleiben die Mitwirkenden die gleichen», sagt Julliard. Demnach ist das Schauspielensemble folgendermassen aufgestellt: Tatjana Pietropaolo, Stephanie Schluchter, Beatrice (Strupi) Waldis, Tim Koechlin, Martin Stich und Olivia Zimmerli, die das Charivari-Männli mimt, werden auf der Bühne stehen.

Die musikalische Besetzung ist dieselbe, welche an der diesjährigen Ausgabe, die nicht stattgefunden hatte, angedacht war: Den Fasnachtsteil übernehmen die Seibi. Julliard kommt ins Schwärmen. «Wir haben uns die zweitbeste Clique in Basel gesichert.» Ein ironischer Kommentar, den sich der Tambour der Naarebaschi trotz der Schwärmerei nicht verkneifen kann. Die Gugge Hunne, das Pfeiferinnen-Ensemble Schäärede, die Trommelgruppe des Top Secret Drum Corps und die Fasnachtszunft Ryburg runden den musikalischen Teil ab. Vor allem auf Letztere freut sich Julliard ungemein. Sie sei die Crème de la Crème des Schweizer Trommelns. Ivan Kym, der herausragende Tambour der Gruppe habe ihn gefragt, ob sie als Nicht-Basler den Baslern mal zeigen dürften, wie man einen Basler Marsch richtig spielt. «Das wird bei einigen hartgesottenen Basler Tambouren im Publikum für Zähneknirschen sorgen», sagt er. Wie in den letzten Jahren sind d' Gwäägi als Schnitzelbank mit von der Partie.

Auch Regisseur Lucien Stöcklin ist voller Vorfreude, als er einen kleinen Einblick ins schauspielerische Programm gewährt. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Schauspielern. Diese seien alle sehr unterschiedlich, hätten aber eine grosse Gemeinsamkeit: «Sie alle haben ein riesengrosses Charivariherz.»

Kein Weg führt um die Corona-Thematik

Das Thema, das auf der Hand liegt, wollte er lange Zeit komplett weglassen. Dennoch sei er zum Schluss gekommen, dass kein Weg am Thema Corona vorbeiführe. «Denn Tragik und Komik liegen bekanntlich nahe beieinander», findet Stöcklin. Seine Aufgabe sei es gewesen, diese Thematik auf die Bühne zu bringen, ohne sie zu verharmlosen. Auch die doch sehr irritierende baseldeutsche Schreibweise wird zum Thema gemacht. «Das beginnt ja schon bei der Frage, wann man ein «i» und wann man ein «y» benutzt.»

Rund 150 Helferinnen und Helfer werden zusätzlich im Hintergrund des Charivari mitwirken. Zudem konnte mit dem Stadthof und der Walliser Kanne ein neuer Hauptsponsor gewonnen werden. Auch eine Neuheit ist, dass bei der Ausgabe 2022 das erste Mal ein komplett bargeldloser Zahlungsverkehr stattfinden wird. Der Einlass ans Glaibasler Charivari 2022 verläuft nach der «GWGOT»-Regel: «Das ist die 3G-Regel auf Baseldeutsch: gimpft, wyder gsund oder teschtet. Auch wir wollen unseren Beitrag zum baldigen Ende dieser Pandemie leisten», meint Julliard. Dasselbe gilt auch für alle Mitwirkenden, Helfenden, sowie auch das Charivari-OK.

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