Zinssenkung

Die Pensionskasse Basel-Stadt senkt erneut den technischen Zinssatz

Der Abbau des technischen Zinssatzes findet in kleinen Schritten statt. (Symbolbild)

Der Abbau des technischen Zinssatzes findet in kleinen Schritten statt. (Symbolbild)

Aufgrund des tiefen Zinsniveaus hat der Verwaltungsrat der Pensionskasse Basel-Stadt (PKBS) entschieden auf Anfang 2020 den technischen Zinssatz von 2,5 auf 2,25 Prozent zu senken. Bereits per Anfang 2019 sank er von 3 auf 2,5 Prozent. Er ist eine rechnerische Grösse, die den erwarteten Zinsertrag auf dem Vorsorgekapital bezeichnet.

Die Ankündigung kommt überraschend. Selbst die PKBS-Geschäftsführerin Susanne Jeger ist bis vor kurzem davon ausgegangen, der technische Zinssatz bleibe bis Ende 2021 unverändert. Dies, weil seine Anpassung bisher an den Umwandlungssatz gekoppelt war. Dieser bezeichnet den Prozentsatz, mit dem das Altersguthaben in eine jährliche Rente umgerechnet wird.

Die PKBS hat mit den Arbeitnehmern eine schrittweise Kürzung ausgehandelt, die bis Ende 2021 keine weitere Senkung des Umwandlungssatzes beinhaltete. Nun hat der Verwaltungsrat die beiden Eckwerte entkoppelt. Dem ersten Schritt, den technischen Zinssatz um einen Viertel-Prozentpunkt zu senken, wird in einem halben Jahr wohl ein weiterer Schritt folgen.

Jeger sagt, eine neue Richtlinien der Aufsichtsbehörde und die wirtschaftlichen Aussichten hätten den Verwaltungsrat zu einer neuen Lagebeurteilung gebracht. Das Ziel sei, in kleinen Schritten die nötigen Anpassungen zu machen. Keinen Einfluss habe gehabt, dass kurz vor den eidgenössischen Wahlen Kritik am relativ hohen technischen Zinssatz der PKBS aufgekommen und zum Wahlkampfthema geworden sei.

Für die Versicherten ändert sich vorderhand nichts. Doch gewonnen haben sie lediglich einen Aufschub. Die Rechnung wird ihnen auf Anfang 2022 präsentiert.

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Autor

Christian Mensch

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