Die Misere bei der MCH Group ist umfassend, das Geschäft mit den Messen im Umbruch. Das börsenkotierte Basler Unternehmen traf es zuletzt hart. So, dass gar der Chef der Messe, René Kamm gehen musste im August. Nun will die Firma einiges ändern, wie MCH mitteilt.

Bis Ende Jahr sollen neben bereits eingeführten Sparmassnahmen «weitere Massnahmen zur Senkung der Kosten, zur Fokussierung der strategischen Initiativen und Investitionen sowie zur Straffung der Organisation» ergriffen werden, schreibt MCH. «Wir müssen und wollen unsere klassische Live-Event-Kompetenz zu einer integrierten Experience-Marketing-Kompetenz in physischen und digitalen Bereichen entwickeln», sagt Hans-Kristian Hoejsgaard, seit Anfang September 2018 ad interim Chef der Messe.

Dabei will das Unternehmen verschiedene Massnahmen ergreifen. So soll die Masterpiece London nach Asien expandieren. Die Baselworld 2019 soll verschiedene Neuerungen enthalten. Wie diese genau aussehen, ist noch unklar. Die Auto Show Grand Basel hingegen, die mit grossem Brimborium dieses Jahr das erste Mal stattfand wird zurückgestellt. Die geplante Expansion nach Miami findet 2019 nicht statt.

Zudem sollen Beteiligungen an verschiedenen Messen abgestossen werden. So die an der  Art Düsseldorf und der India Art Fair. Auf die Beteiligung an der neuen Art SG in Singapur verzichtet die MCH Group. Weitere Messen sollen derweil unter die Lupe genommen werden, ob sie noch eine Zukunft haben

Diese Umwälzungen werden sich auch im Ergebnis 2018 und dem Budget 2019 niederschlagen, schreibt die MCH weiter. Die konkreten Auswirkungen liessen sich jedoch noch nicht beziffern.