Öffentlicher Verkehr
Deutliche Kritik am neuen Buskonzept für Riehen

In der Vernehmlassung zum ÖV-Programm 2022-2025 des Kantons Basel-Stadt ist das neue Buskonzept für die Gemeinde Riehen deutlich kritisiert worden. Der Kanton und die Gemeinde wollen deshalb zusammen mit den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) hier nochmals über die Bücher gehen.

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Die sehr stark frequentierte Buslinie 30 in Basel soll entlastet werden. (Archivbild)

Die sehr stark frequentierte Buslinie 30 in Basel soll entlastet werden. (Archivbild)

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Zum ÖV-Programm 2022-2025 sind 108 Stellungnahmen eingegangen, wesentlich mehr als zum letzten Programm, das auf 61 Reaktionen gestossen war, wie die Basler Regierung am Mittwoch mitteilte. Ein grosser Teil betraf das neue Buskonzept für die Gemeinde Riehen, das mehrheitlich auf Ablehnung stiess.

Am meisten kritisiert worden sei die geplante Streckenführung der Buslinie 45 durch den Pfaffenlohweg und die Burgstrasse, wie dem Vernehmlassungsbericht zu entnehmen ist. Die genannten Strassen seien zu eng und zu unübersichtlich für den Busverkehr, sei moniert worden. Vielfach sei zudem gefordert worden, dass der Ortsbus durchs Zentrum fahren solle.

Aufgrund der negativen Rückmeldungen verzichtet der Kanton nun auf die geplante Linienführung. Das Konzept zur Optimierung des Busbetriebs in Riehen werde überarbeitet, heisst es in der Medienmitteilung.

Entlastung der Buslinie 30 wird begrüsst

Andere im ÖV-Programm festgelegte Massnahmen sind laut Regierungsmitteilung mehrheitlich positiv eingeschätzt worden. Das betrifft unter anderem Entlastungsmassnahmen für die stark frequentierte Buslinie 30, die neue Busverbindung zwischen dem Bachgrabengebiet in Allschwil BL und dem Bahnhof St. Johann, die Verbesserung der ÖV-Anbindung Dreispitz sowie die neue tangentiale Busverbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und Muttenz BL.

Das ÖV-Programm 2022-2025 wurde an den Grossen Rat überwiesen. Das Programm legt die Grundzüge des ÖV-Angebots und der Planung der Infrastruktur dar. Die vorgesehenen Angebotserweiterungen führen zu einer Erhöhung der jährlichen Kosten um rund 4,6 Millionen Franken. Das Kantonsparlament wird über die einzelnen Massnahmen und das jährliche Globalbudget separat entscheiden.