Budget
Regierung Basel-Stadt: Kein Extrabatzen für Kindertankstellen

Die Basler Regierung lehnt zusätzliche Mittel für den Winterbetrieb der Kindertankstellen auf der Claramatte und Oekolampadmatte vorerst ab. Sie will zuerst prüfen, ob man diese zu einem Angebot für die ganze Quartierbevölkerung umbauen kann.

Jonas Hoskyn
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Die Kindertankstelle Claramatte ist seit zwei Jahren nicht nur im Sommer geöffnet.

Die Kindertankstelle Claramatte ist seit zwei Jahren nicht nur im Sommer geöffnet.

zvg

Anders als der Grosse Rat, will die Basler Regierung die laufenden Subventionen für die Robi-Spiel-Aktionen nicht erhöhen. Das Parlament hatte Anfang Jahr mit deutlicher Mehrheit ein Budgetpostulat von Michelle Lachenmeier (Grüne) überwiesen, in dem sie fordert, dass das laufende und das kommende Jahr je 53'000 Franken zusätzlich budgetiert werden. Damit sollen die Zusatzkosten für die Kindertankstellen auf der Claramatte und der Oekolampadmatte gedeckt werden.

Diese sind seit zwei Jahren auch in der kalten Jahreszeit an mehreren Nachmittagen geöffnet. Der Ausbau des Angebotes entspreche einem grossen Bedürfnis, so Vereinspräsident Daniel Jansen: «Die Gesellschaft wandelt sich. Kinder sind auch in der kalten Jahreszeit viel draussen unterwegs, seit Corona erst recht.» Die ersten zwei Winter hat der Verein die zusätzlichen Mittel selber organisiert.

Regierung will zuerst weitere Abklärungen

Trotz der Absage betont die Regierung, dass man das Anliegen des Postulats anerkenne. Angesichts der Bedürfnisse der Quartierbevölkerung sei eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Kindertankstellen und ein Ganzjahresbetrieb denkbar. Ein solches Angebot könne dann aber nicht mehr via Finanzhilfen für die offene Kinder- und Jugendarbeit finanziert werden. Für die Quartierarbeit ist das Präsidialdepartement zuständig. Nun will die Regierung die Möglichkeiten abklären und dann über eine Finanzierung entscheiden.