Bundesgericht

Beschwerde abgelehnt: 75-jährige Baslerin muss nach Tötung von Ilias in U-Haft bleiben

Die 75-Jährige, die im März den Siebenjährigen Ilias im Basler Gotthelfquartier niedergestochen hatte, blitzt auch vor Bundesgericht ab. Es ist auf ihre Beschwerde gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft nicht eingetreten.

Die schreckliche Tat ereignete sich im März. Im Gotthelfquartier greift die 75-Jährige auf den Siebenjährigen Ilias an und sticht ihm mit einem Messer in den Hals. Kurz danach meldet sie sich bei der Polizei und gesteht die Tat. Die Frau wurde noch am gleichen Tag von der Polizei festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt. Nach drei Monaten verlängerte das zuständige Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft bis am 1. November.

Das Basler Appellationsgericht wies die Beschwerde der 75-Jährigen gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft ab. Es begründete seinen Entscheid mit dem Risiko einer weiteren Tat, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervor geht.

Trauermarsch in Basel für 7-jährigen Buben

Trauermarsch in Basel für 7-jährigen Buben

Basel zeigte grosse Anteilnahme am Tod des kleinen Ilias. Dieser wurde auf offener Strasse niedergestochen. Über 100 Menschen nahmen an dem Trauermarsch teil.

Den Entscheid zog die Beschuldigte ohne Erfolg weiter. Weil die Beschwerde nicht ausreichend begründet war, ist das Bundesgericht darauf nicht eingetreten.

Die Staatsanwaltschaft führt eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung und eventuell wegen Mordes, wie das Bundesgericht in seinem Urteil schreibt. Kurz nach der Tat ergaben sich Zweifel an der Schuldfähigkeit der Rentnerin. Es wurde deshalb ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben.

(Urteil 1B_391/2019 vom 09.08.2019)

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