Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben und die Berner Kantonspolizei kamen den Dealern nach mehrjährigen intensiven Ermittlungen und in Zusammenarbeit mit Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalpolizei auf die Spur, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Eine erste Spur ergab sich im März 2015, als Kantonspolizisten im Rahmen einer Kontrolle zwei Männer in einem Auto anhielten. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurden in einem Ersatzreifen vier Kilo Heroin gefunden. Die Ermittlungen zeigten, dass die beiden Männer die Drogen von Holland in die Schweiz transportiert hatten - und dies nicht zum ersten Mal.

Auch Dealer in Amsterdam verhaftet

Parallel ermittelten die Fahnder des Bundes gemeinsam mit mehreren Westschweizer Kantonen gegen ein Netzwerk, das von Holland operierte und für die Kokainlieferungen Transporteure einsetzten. Diese brachten die Drogen in Fahrzeugen oder als Bodypacker in Depots in der Westschweiz.

Im Juni 2015 konnte in Basel ein weiterer Mann angehalten werden, der verdächtigt wird, Kokainkuriere empfangen respektive als Grossdealer das dortige Depot geführt zu haben.

Kurz darauf gelang es der Bundeskriminalpolizei, in Amsterdam weitere mutmassliche Dealer anzuhalten und Kokain sicherzustellen. Einer der Verhafteten wurde an den Kanton Bern ausgeliefert. Er wird verdächtigt, die Kokaintransporte in den Kanton Bern von Holland aus geleitet und überwacht zu haben.

Schliesslich wurde im Frühjahr 2016 ein weiterer Mann erneut in Untersuchungshaft genommen, nachdem er wegen eines anderen Strafverfahrens eine Gefängnisstrafe abgesessen hatte.

Fünf Nigerianer und zwei Kongolesen

Insgesamt wird den Beschuldigten vorgeworfen, in verschiedenen Rollen als Organisatoren, Transporteure und Grossverteiler am Kokainhandel beteiligt gewesen zu sein. Dabei geht es um 110 Kilo Kokaingemisch, das zwischen August 2014 und Juli 2015 von Holland in die Schweiz eingeführt wurde.

Die Drogen wurden zu Grosshändlern in Depots im Kanton Bern, im Grossraum Basel, in Vevey und in Lausanne gebracht, von wo aus sie weiterverteilt wurden.

Von den sieben Beschuldigten sind laut Polizeiangaben fünf nigerianischer und zwei kongolesischer Herkunft. Sie sind zwischen 33 und 58 Jahre alt. Die Anklage lautet unter anderem auf schwere Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei.