Angst vor Lärm
Basler Appellationsgericht gibt grünes Licht für Rietschi-Areal

Seit Jahren liegt das Rietschi-Areal im Gundeli brach. Jetzt ist der Weg frei für die geplante Nutzung. Das Basler Appellationsgericht hat eine Beschwerde abgewiesen.

Patrick Rudin
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Das Rietschi-Areal soll für Schulräume und eine Kinderhort genutzt werden.

Das Rietschi-Areal soll für Schulräume und eine Kinderhort genutzt werden.

ZVG

Das seit Jahren brachliegende Rietschi-Areal im Gundeli wird wohl bald für Schulräume genutzt: Das Appellationsgericht hat am Donnerstag die Einsprache von Nachbarn abgewiesen. Somit ist der Weg frei für die geplante Nutzung: Ein Kinderhort mit 45 Plätzen und mehrere Schulräume für rund 200 Schülerinnen und Schüler. Wann die Bauarbeiten beginnen, ist jedoch noch nicht klar.

Das Areal zwischen Güterstrasse, Thiersteinerallee und Dornacherstrasse liegt seit 2011 brach. Zuvor hatte die Getränkehandelsfirma Rietschi AG auf dem Gelände Flaschen und Harassen verladen. Seit 2011 gehören die Liegenschaften der Stiftung Abendrot. Verschiedene Umnutzungen wurden diskutiert.

Anwohner befürchten Lärm

2014 wurde das generelle Baubegehren für die Schulräume und die Kindertagesstätte beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat eingereicht, zwei Einsprachen danach erledigt, die Entscheide sind rechtskräftig. Beim späteren ordentlichen Baubegehren im Juni 2015 führten die Eigentümer einer benachbarten Liegenschaft erneut Einsprache, drangen aber inhaltlich nicht durch.
Die meisten Punkte sind bereits im ersten Verfahren geprüft und erledigt worden. Das bestätigte am Donnerstag nun auch das Basler Appellationsgericht und wies die Einsprache ab. Theoretisch ist noch der Weiterzug ans Bundesgericht möglich, dort werden allerdings nur noch grobe Rechtsverstösse geprüft.

Inhaltlich geht es vor allem um die Furcht vor künftigem Lärm: Für die Anwohnerschaft im belebten Quartire ist der Innenraum des Blocks ein Quell der Ruhe. Patrick Rudin

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