Tag der Deutschen Einheit

AfD-Politiker sorgt für Tumulte: Demo gegen Auftritt von Gauland

AfD-Ehrenvorsitzender Alexander Gauland wurde am Samstag von Demonstrierenden in der Nähe von Lörrach empfangen.

AfD-Ehrenvorsitzender Alexander Gauland wurde am Samstag von Demonstrierenden in der Nähe von Lörrach empfangen.

Alexander Gauland trat am Wochenende in Steinen bei Lörrach auf. Der Politiker der deutschen Partei AfD sprach vor rund 70 Anhängern, vor der Halle demonstrierten rund 1'000 Menschen.

Rund 1'000 Menschen demonstrierten am Samstagnachmittag in der deutschen Gemeinde Steinen. Der Grund: Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) schickte ihren Ehrenvorsitzenden in das Dorf neben Lörrach. Zur Feier des 3. Oktobers, dem Tag der Deutschen Einheit. Bereits in den Tagen zuvor kündigten verschiedene einschlägige Gruppierungen Proteste an. «Basel Nazifrei» rief etwa in den sozialen Medien dazu auf, «Gauland den Abend zu vermiesen». «Antifa Freiburg» teilte den Beitrag auf Twitter.

Laut der «Badischen Zeitung» fanden sich denn auch etliche Demonstrierende vor der Wiesentalhalle in Steinen ein. Ein Teil der Masse blockierte den Zugang zu Parkplatz und Halle. Die Polizei ist zwar mit einem Grossaufgebot vor Ort, gegen die Protestierenden kommt sie jedoch nicht an. Ein Anhänger der AfD versuchte sich mit seinem Auto einen Weg durch die Menschenmenge zu bahnen. Sein Auto wird beschädigt, so die «Badische Zeitung». Die Basler Gruppierung «3 Rosen gegen Grenzen» berichtet in den sozialen Medien, eine Person sei bei dieser Aktion verletzt worden.

Für Trump, gegen Ausländer

In der Halle versammelten sich rund 70 AfD-Anhänger. Gauland trat als Hauptredner vor das Publikum und kritisiert, dass in Deutschland zu wenige nationale Symbole aufgehängt wären am Tag der Deutschen Einheit. Er spricht sich für den US-Präsidenten Donald Trump und gegen Ausländer aus. Rund eine halbe Stunde dauert seine Ansprache unter dem Titel «Bericht aus Berlin». Auf der Plattform Youtube wurde das Video knapp 2000 mal aufgerufen.

Gauland fragt: «Verabscheut nicht jeder normale Mensch, also wir alle, die Nazis?» Und antwortet gleich selbst: «Vollkommen richtig.» Dass dieser Begriff weiterhin vorgebracht werde, sei das Werk der Linken. Diese würden noch heute damit Politik machen. «Die NS-Diktatur musste als wiederholbar und als nie endende Bedrohung dargestellt werden», sagt Gauland. Den Begriff wende man deshalb heute für weite Teile der Rechten und Konservativen an. Für seine Botschaften erntet Gauland tosenden Applaus und laut «Badische Zeitung» stehende Ovationen.

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